Deutsche-Bank-Co-Chef warnt vor Chinas Banken

Frankfurt - Europas Banken drohen nach Worten von Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen hinter Institute aus China zurückzufallen. Er mache sich große Sorgen, dass die europäischen Institute nicht nur wie bisher den Anschluss gegenüber den amerikanischen Wettbewerbern verlieren, sagte Fitschen am Montagabend in Berlin bei der Amtsübergabe als BdB-Präsident.

Ihn treibe um, dass die Finanzbrache "auch aus einer anderen Richtung noch bedroht wird - nämlich aus den Märkten insbesondere in China." Dort räume die Größe der Märkte den Banken Möglichkeiten ein, die der europäischen Branche nicht offen stehe. "Ich würde mir wünschen, dass es in Europa möglich ist, auch in Zukunft wieder Banken etablieren zu können, die auch im globalen Maßstab mithalten können."

Fitschens Nachfolger an der Spitze des privaten Bankenverbandes BdB ist Hans-Walter Peters, Chef der Privatbank Berenberg.

Bei der BdB-Veranstaltung sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble, der Druck auf die Geschäftsmodelle von Banken und Sparkassen nehme wegen der niedrigen Zinsen und neuer Technologien wie der sogenannten Fin-Techs enorm zu. "Wahrscheinlich sind wir nicht nur in Europa, sondern auch in Deutschland eher noch ein bisschen auf der Suche nach nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und tragfähigen Geschäftsmodellen."

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab