Deutsche-Bank-Chef hat Hauptaktionär endlich kennengelernt - Zeitung

Frankfurt (APA/dpa-AFX) - Der Chef der Deutschen Bank und sein größter Aktionär scheinen sich nach vielen Monaten endlich persönlich kennengelernt zu haben. Bankchef John Cryan habe Adam Tan, den Kopf des chinesischen Mischkonzerns HNA, vergangene Woche in Frankfurt getroffen, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Personen.

"Wir sprechen mit unseren Aktionären, nicht über unsere Aktionäre", sagte ein Banksprecher auf Anfrage. HNA war Anfang des Jahres groß bei der Deutschen Bank eingestiegen und hält nach letztem Stand knapp 10 Prozent der Anteile - mehr als jeder andere Anteilseigner. Im Oktober hatte die Deutsche Bank bestätigt, dass sich die beiden Konzernlenker bis dato noch nicht persönlich begegnet waren. Ein Sprecher von Alexander Schütz, dem Vertreter von HNA im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, wollte nun nicht kommentieren, ob es inzwischen zu einem Treffen gekommen ist. Auch HNA selbst lehnte einen Kommentar ab.

Für die Deutsche Bank sind die Chinesen wichtig, traten sie doch in einer Zeit des Umbruchs als Anker-Aktionär und Stütze für das Management auf. Bei dem Treffen habe HNA-Chef Tan die Unterstützung für Cryan und die Strategie der Bank untermauert, schrieb das "Wall Street Journal". Gleichzeitig habe Tan aber festgestellt, dass es ernste Herausforderungen gebe.

Bankchef Cryan baut das von Rechtsstreitigkeiten mitgenommene Traditionshaus derzeit um. Zuletzt hatten sich die Stimmen unter Investoren gemehrt, die schnellere Erfolge bei der Neuaufstellung anmahnten. Die Frankfurter haben Geschäft verloren und waren bis zuletzt weit weniger profitabel als ihre US-Rivalen und auch als viele europäische Konkurrenten.

An der Börse hat sich die Lage mittlerweile aber entspannt: Der Aktienkurs hat sich von seinem zwischenzeitlichen Tief im September bei gut 13 Euro erholt - das Papier kostete zuletzt rund 15,50 Euro.

Das "Wall Street Journal" hatte im Oktober berichtet, dass Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner verärgert darüber gewesen sei, dass Cryan dem chinesischen Hauptaktionär bisher die kalte Schulter gezeigt habe. Die Chinesen sind nicht unumstritten: Angesichts zahlreicher Deals in der jüngeren Vergangenheit wurde vermehrt die Frage gestellt, wie sich der vor allem in der Touristik und der Luftfahrt engagierte Konzern eigentlich finanziert und wer die Fäden in der Hand hält.

Wien (APA) - Analysten erwarten für die am Dienstagabend anstehenden Quartalszahlen der Telekom Austria stabile Entwicklungen beim Umsatz und beim operativen Ergebnis (EBITDA), aber einen starken Rückgang beim Gewinn. Das Mittel der Prognosen von Credit Suisse, Erste Group und Raiffeisen Centrobank (RCB) für den Umsatz liegt bei 1.062,3 Mio. Euro und damit nur leicht über dem Vorjahreswert von 1.058,9 Mio.
 

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Telekom Austria -Analysten sehen stabilen Umsatz, aber Gewinneinbruch

Klagenfurt/Wien (APA) - Die heimische Beteiligungsfirma Lilihill Capital Beteiligung GmbH kommt bei der Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafens zum Zug. Wie die Kärntner Beteiligungsverwaltung mitteilte, fiel der entsprechende Beschluss in der Aufsichtsratssitzung am Montag einstimmig. Die Beteiligung von Lilihill an der Kärntner Flughafen Betriebsgesellschaft wird 74,9 Prozent betragen.
 

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Beteiligungsfirma übernimmt 74,9 Prozent des Klagenfurter Flughafens

Brüssel (APA/dpa) - Die EU-Wettbewerbshüter prüfen wegen erheblicher Bedenken die Übernahme der Musik-Erkennungs-App Shazam durch den US-Konzern Apple im Detail. Eine vertiefte Untersuchung sei eingeleitet worden, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit. Es gebe die Sorge, dass die Fusion die Wahlmöglichkeiten für Nutzer von Musik-Streamingdiensten einschränkten könnte.
 

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EU-Wettbewerbshüter haben Bedenken gegen Apple-Übernahme von Shazam