Deutsche-Bank-Chef stellt sich hinter Börsenfusion mit LSE

Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat sich für die geplante Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE) ausgesprochen. Er sei bei dem Thema zwar nicht unvoreingenommen, weil sein Haus die Deutsche Börse berate, sagte Cryan am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz in Frankfurt.

Aber auch aus reiner Kundensicht einer Großbank könne er voller Überzeugung sagen: "Dieser Zusammenschluss ist sehr sinnvoll." In der Börsenlandschaft zähle Größe. Die Banken würden von einem schwergewichtigen europäischen Marktbetreiber mit vielfältigem Angebot profitieren.

Ähnlich hatte sich zuvor Börse-Chef Carsten Kengeter geäußert. Er stellte Banken und Investoren beispielsweise niedrigere Kosten im Handel in Aussicht.

Deutsche Börse und LSE hatten ihre Pläne vor einer Woche öffentlich gemacht. Zusammen wären beide Unternehmen gut 25 Milliarden Euro wert und könnten Wettbewerbern aus den USA und Asien besser Paroli bieten. Die US-Konkurrenten ICE und CME denken deshalb darüber nach, den Deal mit einer Gegenofferte für die LSE zu torpedieren.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden