Deutsche-Bank-Chef: Milliardenboni kein Automatismus

Frankfurt (APA/dpa) - Üppige Boni sind bei der Deutschen Bank nach Darstellung von Konzernchef John Cryan kein Automatismus. "Die Bezahlung unserer Mitarbeiter wird sich konsequent am Geschäftserfolg unserer Bank orientieren", versicherte Cryan laut Redetext am Freitag in Frankfurt.

"Die diesjährige variable Vergütung ist eine einmalige Investition, um der neuen Führung unserer Unternehmens- und Investmentbank die Chance zu geben, unsere Marktposition zu sichern und auf ausgewählten Geschäftsfeldern auszubauen."

Nach übereinstimmenden Medienberichten will Deutschlands größtes Geldhaus für das Jahr 2017 trotz erneut roter Zahlen etwa eine Milliarde Euro als Bonuszahlung an ihre Mitarbeiter und Manager ausschütten. Vor allem die traditionell gut bezahlten Investmentbanker sollen sich für wieder höhere Boni eingesetzt haben.

Co-Chef Marcus Schenck hatte den Schritt kürzlich in einem Interview verteidigt: "Wir müssen gerade jetzt in unsere Leute investieren und international wettbewerbsfähig bleiben - auch bei den Gehältern." Cryan betonte bei der Bilanzvorlage: "Kommendes Jahr ist eine ähnliche Vergütung nur bei entsprechendem Geschäftserfolg zu rechtfertigen."

Nach dem dritten Verlustjahr in Folge will die Deutsche Bank 2018 wieder schwarze Zahlen schreiben. Er sehe "ein erfolgreiches Geschäftsjahr", sagte Cryan laut Redetext. "Das Geschäft mit unseren Kunden nimmt wieder Fahrt auf - in allen Sparten." Zwar werde auch das laufende Jahr "wieder ein Jahr harter Arbeit", aber eines "in dem wir Gewinn anstreben - nicht nur vor Steuern, sondern natürlich auch nach Steuern", sagte Cryan.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht