Deutsche-Bank-Chef: Fusionsdruck in der Finanzbranche nimmt zu

Frankfurt (APA/dpa/Reuters) - Europas Banken müssen ihre Stärken nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing angesichts zunehmender internationaler Herausforderungen bündeln. "Es ist ganz klar: Der Konsolidierungsdruck in Europa wird noch erheblich zunehmen", sagte Sewing am Mittwoch bei der "Handelsblatt"-Bankentagung in Frankfurt. "Europa braucht nicht möglichst viele Banken, Europa braucht vor allem starke Banken."

Allein im Euroraum gebe es derzeit 5.500 Finanzinstitute. Für sein Haus betonte Sewing: "Unser globaler Anspruch wird unter meiner Führung nicht zur Debatte stehen."

Sewing, der Deutschlands größtes Geldhaus seit April führt, mahnte: "Damit echte europäische Champions entstehen können, braucht es eine einheitliche Regulierung in Europa, einen einheitlichen Finanzmarkt. Und es braucht eine konstruktive Antwort auf den nahenden Brexit, damit Kontinentaleuropa starke Finanzplätze entwickeln kann."

Nicht nur der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit), sondern auch die politischen Konflikte rund um den Globus bereiten dem Manager Sorgen. "In Zeiten einer nationalisierten Wirtschaftspolitik ist die Welt viel anfälliger für Schocks", warnte Sewing. "Die Politik muss aufpassen, dass sie die Stabilität der Weltwirtschaft nicht nationalen Interessen opfert."

Die Deutsche Bank hat in den vergangenen drei Jahren Verluste eingefahren und ist weit hinter die Konkurrenz - vor allem aus den USA - zurückgefallen. Sewing hat der Bank eine Rosskur und die Rückbesinnung auf das Geschäft in Deutschland und Europa verordnet, was mit einem Schrumpfkurs des US-Geschäfts einhergeht.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen