Deutsche Bahnindustrie will mehr staatliche Hilfe gegen Konkurrenz

Berlin (APA/dpa) - Die Bahnindustrie in Deutschland drängt auf mehr staatliche Hilfe gegen die drohende neue Konkurrenz etwa aus China. Die Exportförderung müsse verstärkt werden und bei europäischen Ausschreibungen solle nur der Anbieter zum Zuge kommen, der die Hälfte der Wertschöpfung in Europa bestreite.

Zudem solle der Einstieg außereuropäischer Investoren in Unternehmen in der EU besser überwacht werden, forderte der Verband der Bahnindustrie in Deutschland am Montag in Berlin.

"Wir wollen Bedingungen, nach denen wir in 10 bis 15 Jahren noch so wettbewerbsfähig sind wie heute", sagte Hauptgeschäftsführer Ben Möbius. Er verwies auf Subventionen Chinas für seine Bahnindustrie. "Natürlich werden wir das nicht kopieren können, aber das Delta sollte nicht zu groß werden."

Er sprach sich auch für die geplante Fusion der Zugsparten von Siemens und Alstom aus, gegen die die EU-Kommission Bedenken vorgebracht hatte. "Überrollen uns die großen Firmen aus dem Osten oder sind wir bereit, in Europa ein entsprechendes Gegengewicht zu bilden?"

Im ersten Halbjahr 2018 steigerte die deutsche Bahnindustrie ihren Umsatz um acht Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Der Exportanteil ging jedoch zurück, was die Branche auf weltweite Abschottungstendenzen zurückführt - darunter höhere Zölle und erhöhte Pflichtanteile für lokale Wertschöpfung, wie sie der Verband auch für Europa verlangt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte