Deutsche Bahn holt wieder Frau ins Spitzenmanagement

Der derzeit rein männlich besetzte Konzernvorstand der Deutschen Bahn bekommt weibliche Verstärkung. Birgit Bohle, die bisherige Vertriebschefin, leitet ab 1. September die Fernverkehrssparte, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Ihre Nachfolge im Vertrieb übernimmt demnach Ralph Körfgen, der bisher die Konzernentwicklung verantwortet.

"Wir freuen uns sehr, dass Birgit Bohle ihre außerordentlich erfolgreiche Arbeit als Vertriebschefin nun für eines unserer wichtigsten und imageträchtigsten Geschäftsfelder fortsetzen wird", erklärte Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube. Bohle arbeitet sei 2007 bei der Deutschen Bahn. An der spitze der Fernverkehrssparte warten einige Herausforderungen auf sie: Der Geschäftsbereich hatte im ersten Halbjahr lediglich einen Gewinn von 57 Mio. Euro eingefahren - ein Minus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Fernbusse und Billigflieger machen der Bahn hier zu schaffen.

Der vorherige Fernverkehrschef Berthold Huber ist bei der Bahn seit Anfang August Vorstand für Verkehr und Transport. Grube hatte den Vorstand kürzlich verkleinert; dabei schied die einzige Frau in dem Gremium, Technikchefin Heike Hanagarth, aus.

Die Deutsche Bahn will bis 2020 jede fünfte Führungsposition mit einer Frau besetzen; in der Gesamtbelegschaft soll der Anteil der Frauen bis dahin auf ein Viertel steigen. Zuletzt lag der Frauenanteil bei knapp 23 Prozent; in Führungspositionen bei ungefähr 18 Prozent.

Washington (APA/dpa) - Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben Republikaner und Demokraten in den USA den Stillstand der Regierung beendet - das eigentliche Problem damit aber nur vertagt. Der Kongress verabschiedete am Montag einen weiteren Übergangshaushalt, der die Finanzierung der Regierung bis zum 8. Februar sicherstellt. Beide Seiten wollen zudem weiter über ein Einwanderungspaket verhandeln.
 

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"Shutdown" der US-Regierung beendet - aber nur Übergangslösung

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Nachlässigkeiten bei der Haushaltsüberwachung in Europa vorgeworfen. Die Brüsseler Behörde wende den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um übermäßige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, erklärten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg.
 

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Rechnungshof wirft EU-Kommission mangelhafte Haushaltsüberwachung vor

Wien (APA) - Am heutigen zehnten Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen den Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat der Verteidiger des mitangeklagten Walter Meischberger schwere Vorwürfe erhoben. Der Anwalt mutmaßt eine verbotene Absprache zwischen dem teilgeständigen Peter Hochegger und der Justiz. Hochegger und Staatsanwalt Alexander Marchart dementierten das.
 

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Grasser-Prozess - Verteidigervorwurf gegen Hochegger: Verbotener Deal