Deutsche Bahn will Fracht nach China bis 2020 verdreifachen

Trotz der sich abschwächenden Wirtschaft in China will die Deutsche Bahn ihren Güterverkehr mit dem Land deutlich ausbauen. Ziel sei es, bis 2020 rund 100.000 Container jährlich zwischen Deutschland und China auf der Schiene zu transportieren, sagte Bahn-Vorstand Roland Pofalla am Freitag vor Journalisten in Peking. "Das wäre mehr als eine Verdreifachung."

Laut Pofalla werde zwar viel über das zurückgehende Wirtschaftswachstum in China "fabuliert". Im Vergleich zu Europa seien Zuwachsraten von 6,5 Prozent pro Jahr aber noch immer ein "großes und interessantes Wachstum".
Das Interesse an Transportzügen werde weiter zunehmen. Die Container könnten laut Pofalla per Zug in 16 bis 19 Tagen zwischen China und Deutschland transportiert werden - doppelt so schnell wie auf dem Seeweg. Der erste "China-Zug" startete 2008 in Duisburg. Mittlerweile gebe es rund 400 Verbindungen pro Jahr.
Die Bahn hoffe zudem, vom Ausbau des chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes profitieren zu können, das bis zum Jahr 2020 von 19.000 auf 30.000 Kilometer noch einmal deutlich wachsen soll. Die Deutsche Bahn könne China unter anderem bei der Wartung und Instandhaltung der chinesischen Hochgeschwindigkeitsflotte helfen.
"Außerordentlich interessant" sei zudem eine Zusammenarbeit bei der von Peking geplanten "Neuen Seidenstraße". Für das Handelsnetz durch 65 Länder plant China international den Bau von zahlreichen neuen Zugstrecken. Auch hier könne die Bahn mit Ingenieurleistungen zur Seite stehen.
Obwohl China bereits Züge nach Südamerika und Afrika exportiert, erteilte Pofalla dem Kauf von kompletten Zügen für die Deutsche Bahn vorerst eine Absage. In Europa gebe es technologische Voraussetzungen, "die Chinesen noch nicht erfüllen".
Konkrete Verträge über eine engere Zusammenarbeit mit China sollen voraussichtlich im Juni bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Peking unterzeichnet werden.

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne