Deutsche Bahn erhöht im Dezember erneut die Ticketpreise

Berlin (APA/AFP) - Die Deutsche Bahn erhöht auch in diesem Jahr zum Fahrplanwechsel im Dezember ihre Ticketpreise. Die Anhebung werde aber "moderat" bleiben, sagte Bahn-Chef Richard Lutz den Zeitungen der Funke Mediengruppe: Im Durchschnitt würden die Preise des Fernverkehrs "deutlich unterhalb der Inflationsrate steigen, die derzeit bei rund zwei Prozent liegt".

In der Preispolitik sei die Bahn in den vergangenen Jahren "vernünftig unterwegs" gewesen, sagte Lutz den Funke-Zeitungen vom Donnerstag weiter. Mit seiner Preispolitik wolle das Unternehmen "Wachstum und Auslastung unterstützen".

Die Zahl der Reisenden nehme erfreulicherweise stetig zu, sagte der Bahn-Chef. Weil die Bahn auf der anderen Seite immer mehr Baustellen habe, stehe sie vor einem Dilemma. In Regionen, wo die Infrastruktur knapp und das Verkehrswachstum groß seien - beispielsweise in Nordrhein-Westfalen - "leiden unsere Kunden besonders unter Störungen und Unregelmäßigkeiten".

Wo ausreichende Kapazitäten vorhanden seien, gebe es die geringsten Probleme. "So erreichen auf der Neubaustrecke Berlin-München fast 90 Prozent der ICE-Sprinter ihr Ziel pünktlich", betonte Lutz. Insgesamt lag die Pünktlichkeit im bisherigen Jahresdurchschnitt bei 76 Prozent. "Die Pünktlichkeit ist noch nicht dort, wo wir sie uns wünschen."

Der Schlüssel für eine gute Betriebsqualität und Pünktlichkeit sei die Kapazität, erläuterte Lutz: "Wir wollen die Kapazitäten vor allem durch Digitalisierung erhöhen und künftig noch besser auslasten." Der Konzern halte ein Plus von bis zu 20 Prozent für realistisch.

Neue digitale Systeme sollen demnach zunächst auf besonders belasteten Strecken eingeführt werden. "Wir investieren dort, wo der Kunde am meisten davon hat", sagte Lutz den Funke Zeitungen. Das werde sehr viel Geld kosten, sei aber auf jeden Fall deutlich günstiger als der Bau neuer Trassen - "und es geht auch schneller".

Der Sprecher für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Matthias Gastel, forderte eine Senkung der Abgabenlast für den Bahnverkehr, "damit die Bahn für alle ein preisgünstigeres und attraktives Angebot ist". Dafür müsse der Staat Steuerfairness im Verkehrssektor schaffen das Trassenpreissystem grundlegend überarbeiten.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen