Deutsche Autohersteller gewinnen international Marktanteile

Berlin - Die deutsche Autoindustrie hat ihren Weltmarkt-Anteil heuer gesteigert. Nahezu jeder fünfte Pkw kam aus deutscher Produktion, teilte der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch mit. Bis zum Jahresende werden es 16,4 Millionen Fahrzeuge sein, um 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der globale Absatz aller Hersteller dürfte um 2 Prozent auf 84,6 Millionen Neuwagen steigen.

Bei den deutschen Unternehmen setzt sich der Trend fort, dass immer mehr Autos im Ausland zusammengebaut werden. Heuer steigt die Auslandsproduktion um 7 Prozent auf 10,8 Millionen Pkw, während die Inlandsproduktion um zwei Prozent auf 5,6 Millionen Stück zurückgeht "wegen der Verlagerung einzelner Modelle", wie VDA-Präsident Matthias Wissmann in Berlin erläuterte.

Das sei dennoch kein schlechtes Zeichen für den Standort Deutschland. "Nur wer global stark ist, ist auch zu Hause stark", sagte Wissmann. Autohersteller und Zulieferer hätten bis September im Durchschnitt 818.000 Mitarbeiter beschäftigt, das sei der höchste Stand seit 26 Jahren.

Der VDA erwartet für 2018 weltweit einen schwach wachsenden Absatz auf dem Weltmarkt um ein Prozent auf 85,7 Millionen Neuwagen. Die deutschen Konzerne sollten wiederum überdurchschnittlich teilhaben mit einer Produktionserhöhung um 2 Prozent auf 16,7 Millionen Fahrzeuge. Etwa 11,1 Millionen davon dürften im Ausland montiert werden.

China wird nach Einschätzung des VDA mit einem Plus von 2 Prozent auf 24,6 Millionen Pkw ein wichtiger Wachstumstreiber bleiben. Dem US-Markt fehle es weiterhin an Dynamik, sagte Wissmann. Der Absatz werden wohl bei rund 16,8 Millionen Autos liegen, das wäre ein Minus von 2 Prozent, aber nach Worten Wissmanns "noch immer ein ordentliches Niveau". Impulse seien zudem aus Russland, Brasilien und Indien zu erwarten.

Der indische Markt werde mit 3,6 Millionen verkauften Autos im kommenden Jahr (plus 10 Prozent) erstmals den deutschen überflügeln. Nach vier Jahren mit leicht steigenden Zahlen erwartet der Verband für Deutschland 2018 einen Rückgang um zwei Prozent auf rund 3,4 Millionen Neuzulassungen.

Berlin/Leibnitz (APA) - Das südsteirische IT-Unternehmen "Boom Software" wird künftig rollendes Material der Deutschen Bahn (DB) bei Störfällen in die nächste geeignete Werkstatt lotsen. Eine entsprechende Kooperation über acht Jahre wurde am Freitag bei der Berliner Bahnzulieferer-Messe "InnoTrans" bekanntgegeben. Dies soll zu weniger Verschleiß und zu einer Kostenersparnis beitragen, hieß es in einer Aussendung.
 

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Steirische Software lenkt Loks der Deutschen Bahn in Werkstätten

Brüssel (APA) - Österreich ist Spitzenreiter beim Anteil der erneuerbaren Energiequellen im Strombereich. Laut Eurostat-Daten vom Freitag kam die Alpenrepublik 2016 auf 72,6 Prozent und lag damit vor Schweden (64,9 Prozent) sowie Portugal (54,1 Prozent). Der EU-Durchschnitt lag lediglich bei 29,6 Prozent. Schlusslicht in diesem Bereich war Malta mit nur 5,6 Prozent.
 

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Strom aus Erneuerbaren: Österreich mit höchstem Anteil in EU

Paris (APA/dpa) - Angesichts der Stahl-Krise mit weltweiten Überkapazitäten wollen führende Wirtschaftsmächte weiter an gemeinsamen Lösungen arbeiten. Dazu bekannten sich Vertreter der G-20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie weitere Staaten aus der Industrieländer-Organisation OECD bei einem Treffen in Paris.
 

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G-20-Forum: Reduzierung von Stahl-Kapazitäten notwendig