Deutsche Arbeitgeber: Gewerkschaftsforderungen "völlig weltfremd"

Passau (APA/AFP) - Vor dem Hintergrund der laufenden Tarifverhandlungen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber die Gewerkschaftsforderungen erneut scharf zurückgewiesen. Die Forderung eines Rechts auf die 28-Stunden-Woche sei "gegen jeden gesunden Menschenverstand" und "völlig weltfremd", sagte BDA-Hauptgeschäftsführer der Steffen Kampeter, der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag.

Wer weniger arbeite als seine Kollegen, dürfe nicht besser bezahlt werden.

Derzeit laufen die Tarifverhandlungen für rund 3,9 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie. Den Anfang hatten am Mittwoch die Tarifregionen in Norddeutschland und Berlin/Brandenburg gemacht. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn sowie die Möglichkeit, die Arbeitszeit zeitweise auf 28 Stunden in der Woche zu beschränken.

Kampeter kritisierte, die Gewerkschaft wecke "falsche Erwartungen, die sie am Ende nicht erfüllen kann". Wer kürzer treten wolle, könne das bereits heute tun. Er hält auch die Lohnforderungen für überzogen. Wer bei stagnierender Produktivität 6 Prozent mehr Geld fordere, "stellt Schecks aus, die nicht gedeckt sind", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der Zeitung.

Erst am Donnerstagabend hatte die IG Metall Nordrhein-Westfalen zum Auftakt der Tarifrunde ihre Forderungen bekräftigt. Die wirtschaftlichen Rahmendaten "sprechen für eine ordentliche Entgelterhöhung", erklärte Verhandlungsführer Knut Giesler. Die deutsche Wirtschaft sei auf einem guten Wachstumskurs und auch die Metall- und Elektrobranche sei in "ausgezeichneter Verfassung". Auch bei den Arbeitszeitforderungen gebe es für die Arbeitgeber "keine Gründe, in ein Jammertal zu verfallen".

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"