Deutsche Alzheimer-Forscher wollen an Amsterdamer Börse gehen

(Reuters) - Die deutsche Biotech-Firma Probiodrug plant noch im Herbst ihren Börsengang in Amsterdam. Das 1997 gegründete, auf Alzheimer-Forschung spezialisierte Unternehmen aus Halle an der Saale will auf diese Weise an frisches Geld kommen, wie es am Donnerstag mitteilte. Probiodrug arbeitet an Medikamenten, die die weit verbreitete Alzheimer-Krankheit lindern oder den Fortschritt der Demenz bremsen sollen. Das am weitesten fortgeschrittene Mittel werde schon in einer klinischen Studie an Menschen getestet, bei anderen stehe dieser Schritt noch bevor. Bis neue Medikamente zugelassen werden, sind Studien in mehreren Stufen vonnöten. Umsätze erziele Probiodrug daher noch nicht, erklärte Vorstandschef Konrad Glund.

An die Börse begleitet wird das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt von der niederländischen Bank Kempen & Co. Probiodrug-Chef Glund begründete die Entscheidung für den Amsterdamer Ableger der Euronext als Börsenplatz damit, dass diese für Biotechnologie-Unternehmen sehr attraktiv sei. Die anstehenden klinischen Studien fänden zum Teil an der Universität Amsterdam statt, und auch einige der wichtigsten bisherigen Geldgeber von Probiodrug stammten aus den Niederlanden. Die größte deutsche Biotech-Firma Qiagen ist in Frankfurt und an der Nasdaq gelistet.

Die Hallenser Forscher haben nach eigenen Angaben insgesamt 71 Millionen Dollar (56 Millionen Euro) Anschubfinanzierung bei Investoren eingesammelt. Zu ihnen zählen BB Biotech aus der Schweiz, Edmond de Rothschild und Biogen Idec aus den USA. Ob sie beim Börsengang Kasse machen wollen, wollte Glund nicht sagen. Im Vordergrund stehe aber die Aufnahme frischen Kapitals.

Der Zeitplan für den Börsengang folge den an den meisten europäischen Börsen üblichen Gepflogenheiten, erklärte Glund. Von der Ankündigung bis zur Erstnotiz dauert es in der Regel vier Wochen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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