Deutsche Ökonomen warnen vor Abwertungswettlauf

Berlin, 16. Sep (Reuters) - Ökonomen warnen angesichts der Schwächung des Euro-Kurses durch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) vor der Gefahr eines Abwertungswettlaufs. "Es ist fraglich, ob andere Notenbanken eine weitere Euro-Abwertung passiv hinnehmen", sagte der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, der "Bild"-Zeitung (Dienstag). Auch Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise sieht eine weitere Euro-Abwertung kritisch. "Es ist ein gefährlicher Weg, um die Eurozone aus der Krise zu führen und für mehr Wachstum zu sorgen", sagte Heise. Ein weicher Euro sei schlecht für die Verbraucher, weil er dadurch importierte Waren wie Benzin oder Heizöl teurer würden, was wieder den Konsum dämpfe.

Der Euro kostet derzeit etwa 1,29 Dollar und damit rund acht Cent weniger als zu Jahresbeginn. Der französische Notenbankchef Christian Noyer sprach sich erst vorige Woche für einen billigeren Euro aus: "Wir mussten den Euro drücken und wir müssen den Euro immer noch drücken".

Verantwortlich für den Kursrutsch ist die EZB-Zinspolitik. Die Währungshüter haben ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt, um mit billigem Geld die Konjunktur in den Krisenstaaten anzukurbeln. Dadurch legen Investoren ihr Geld lieber in Staaten wie den USA an, wo steigende Zinsen locken. Das drückt den Eurokurs, was wiederum Exporte in andere Währungsräumen preislich attraktiver macht. Da umgekehrt Importe teurer werden, kann das die Gefahr einer Deflation dämpfen.

Wien (APA) - Die von der Regierung beschlossenen Auflagen für NGOs bei der Teilnahme an Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) sind laut einem Gutachten des Verfassungsjuristen Daniel Ennöckl von der Universität Wien europarechtswidrig. Die vorgesehene Offenlegung der Mitglieder widerspreche dem europäischen Datenschutzrecht, hieß es in einer Aussendung des Auftraggebers Ökobüro.
 

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UVP - Einschränkung von NGOs laut Gutachten rechtswidrig

München/Ingolstadt (APA/dpa/Reuters) - Trotz des verhängten Bußgelds von 800 Mio. Euro gegen Audi läuft das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München gegen den Autohersteller weiter. Nach wie vor werde gegen 20 Beschuldigte ermittelt, sagte ein Sprecher der Behörde am Dienstag. Mit der Geldstrafe sei lediglich ein anhängiges Ordnungswidrigkeitsverfahren abgeschlossen worden.
 

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Staatsanwaltschaft: Ermittlungsverfahren gegen Audi läuft weiter

Düsseldorf (APA/dpa) - Noch sind China und Bangladesch die mit Abstand wichtigsten Lieferländer für den Modehandel in Deutschland. Doch die Modeproduktion kehrt vermehrt nach Europa zurück, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung McKinsey, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und des Digital Capability Center Aachen hervorgeht.
 

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Modeproduktion kehrt zunehmend nach Europa zurück