Delta Airlines reichte Angebot für Alitalia ein

Rom/Frankfurt (APA) - Delta Airlines will ein eigenes Angebot für die marode italienische Fluggesellschaft Alitalia einreichen. Dies berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore", derzufolge Delta allein und nicht gemeinsam mit Air France-KLM ein Offert für Alitalia vorlegen will. Die französisch-niederländische Gruppe plane ein eigenes Angebot mit Easyjet für die Alitalia, heißt es in dem Blatt.

Delta Airlines bestätigte ein Treffen mit den drei Sonderverwaltern der Alitalia in Atlanta. Die US-Fluggesellschaft ist bereits Alitalia-Partner in der Luftfahrtallianz Sky Team. Die Italiener verhandeln mit Delta Airline um mehr Flugverbindungen in Richtung USA.

Angesichts der beiden zusätzlichen Angebote könnte die Frist für den Verkauf der Alitalia hinausgeschoben werden. Ursprünglich wollte die italienische Regierung kommende Woche exklusive Gespräche für den Verkauf der Alitalia starten, die spätestens im April abgeschlossen werden sollten.

In der italienischen Presse wird die deutsche AUA-Muttergesellschaft Lufthansa als Favorit im Rennen um die Alitalia gehandelt. Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte Mitte Oktober mitgeteilt, sie habe ein Angebot für Teile der Alitalia zum Aufbau einer neu strukturierten Fluggesellschaft eingereicht. Berichten zufolge ist die AUA-Mutter bereit, 300 Mio. Euro auf den Tisch zu legen - die Regierung in Rom hoffe allerdings auf 500 Mio. Euro für die Alitalia. Im Rennen ist auch der BAWAG-Großaktionär Cerberus.

Alitalia mit insgesamt rund 11.000 Mitarbeitern schreibt seit Jahren Verluste. Die Airline war im Mai unter kommissarische Aufsicht gestellt worden, nachdem ein Sanierungsplan gescheitert war, der Lohnkürzungen und Stellenstreichungen vorsah.

Peking (APA/dpa) - Im Handelsstreit mit China bereiten die USA Medienberichten zufolge weitere Strafmaßnahmen vor. Nachdem das Weiße Haus bisher vor allem mit Zöllen auf chinesische Waren drohte, könnten bei Übernahmen von US-Firmen Einschränkungen für chinesische Käufer folgen.
 

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USA wollen China Käufe von Technologiefirmen verbieten

Saarbrücken (APA/dpa) - Das Saarland bringt sich als Fabrik-Standort für den Elektroauto-Hersteller Tesla ins Gespräch. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) haben am Montag in einem gemeinsamen Brief an Firmenchef Elon Musk für ihr Bundesland geworben, wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte.
 

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Saarland will Standort von Tesla-Fabrik werden

Buenos Aires (APA/dpa) - Ein Generalstreik hat Argentinien weitgehend lahmgelegt. Öffentliche Transportmittel standen am Montagmorgen still, Airlines hatten ihre Flüge gestrichen, auch Industrie und Handel ruhten größtenteils. Zu dem 24-stündigen Ausstand, der sich gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri richtet, hatte der Gewerkschaftsdachverband CGT aufgerufen.
 

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Generalstreik legt Argentinien weitgehend lahm