Delphi-Studie: Digitale Transformation verändert Wirtschaft und kostet Arbeitsplätze

Wien (APA) - Die digitale Transformation wird praktisch alle Gesellschaftsbereiche beeinflussen. Insbesondere Wirtschaft und Industrie werden in den nächsten fünf Jahren große Veränderungen erfahren und Arbeitsplatzverluste unvermeidlich sein. Das sagten Experten in einer Delphi-Studie der Technischen Universität (WU) Wien über Auswirkungen des digitalen Wandels, deren Ergebnisse am Montag präsentiert wurden.

Das Centre for Informatics and Society (CIS) der TU Wien hat für das Prognoseverfahren 32 Experten aus Europa, Asien und Nordamerika befragt. Es wollte wissen, welche Gesellschaftsbereiche in Zukunft von der digitalen Transformation betroffen sein werden, welche Auswirkungen sie auf die globalen Herausforderungen haben wird, welche Problemfelder sich dadurch auftun und welche Technologien die größte Rolle spielen. Digitale Transformation wurde dabei für die Studie definiert als "Veränderungsprozess der Gesellschaft, ausgelöst durch die Entwicklung digitaler Technologien, welche Informationen verbreiten, verarbeiten, teilen und übertragen", wie Studienautor Florian Cech erklärte.

Bei keinem der abgefragten Gesellschaftsbereiche erwarteten die Experten keine oder nur geringe Umbrüche durch die digitale Transformation. An der Spitze standen Wirtschaft und Industrie, wo in den nächsten fünf Jahren die größten Veränderungen zu erwarten seien. Vor allem Automation und Industrie 4.0 seien dort die Treiber. Einig waren sich die Experten auch, dass Arbeitsplatzverluste durch die digitale Transformation unausweichlich seien, unterschiedliche Ansichten gab es aber über das Ausmaß und wie schnell die Verluste eintreten.

Bei den Problemfeldern erachteten die Experten vor allem die Gefährdung der Privatsphäre und die Computersicherheit als "sehr wichtig". Für die Befragten sei die Aufklärung der Bürger wichtig, es gebe aber kein allumfassendes Modell, wie man die Privatsphäre online sicherstelle, sagte Cech. "Technokratische Problemlösung wird als Irrweg angesehen", so der Studienautor, es herrsche Übereinstimmung, dass man Probleme nicht nur technisch lösen könne und man auf den Menschen nicht vergessen dürfe.

Uneinigkeit herrschte zwischen den befragten Experten hinsichtlich des Einflusses der digitalen Transformation auf Regierung, Politik und Verwaltung. Auf der einen Seite wurde argumentiert, dass der Wandel massive Einflüssen haben werde, als Beispiele wurden Fake News und zielgerichtete politische Propaganda genannt. Auf der anderen Seite wurde die Trägheit politischer Systeme ins Spiel gebracht, wobei die dadurch verursachte Verlangsamung durchaus positiv gesehen wird.

"Überrascht hat uns Techniker mit Informatik-Hintergrund in der Studie, dass nach Expertenmeinung die globalen Herausforderungen von der digitalen Transformation nicht primär beeinflusst werden", sagte die Vorsitzende des CIS-Beirats, Hilda Tellioglu, gegenüber der APA. Digitale Technologien hätten zwar durchaus das Potenzial, Herausforderungen wie globale Migration, Klimawandel oder Ressourcenmangel positiv oder negativ zu beeinflussen. Der politische Wille sei jedoch ein wesentlich größerer Einflussfaktor als die Existenz der Technologien an und für sich.

Als einflussreichste Technologien in den kommenden fünf Jahren nannten die Experten mit hoher Übereinstimmung Machine Learning und Big Data mit "sehr starkem Einfluss" sowie Automation, Industrie 4.0, Social Media, Internet of Things und ein ubiquitärer Internetzugang mit "starken Einfluss". Dagegen wird Gebieten wie Quantum Computing und Bio-Engineering vergleichsweise geringer Einfluss zugeordnet, weil diese entweder noch zu unausgereift wären oder ihre Wirkung mehr von politischen Umständen als vom Potenzial der Technologien selbst abhänge.

(SERVICE - Internet: http://cisvienna.com/)

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren