Dekabank übernimmt Online-Broker der Sparkassen komplett

Der Online-Broker der deutschen Sparkassen gehört künftig ganz der Dekabank. Der bisher mit 30,6 Prozent beteiligte Fondsdienstleister übernimmt die Kommanditanteile am "S Broker" von neun Sparkassen-Verbänden und drei einzelnen Sparkassen, wie er zur Bilanzpressekonferenz am Dienstag mitteilte. Zum Preis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Die Dekabank wolle das Know-how der Wiesbadener S Broker nutzen, um die gut 400 Sparkassen im Wertpapiergeschäft besser zu unterstützen, sagte Deka-Vertriebsvorstand Georg Stocker.
Seit dem Ausstieg der Landesbanken versucht sich die Deka als Wertpapierhaus für den Sparkassen-Sektor zu profilieren. Für die Kunden von S Broker werde sich nichts ändern. "Die Übernahme zielt nicht darauf ab, eigenes Direktkundengeschäft aufzubauen", betonte Stocker. Mit 130.000 Kunden und einem Depotvolumen von rund 6 Mrd. Euro gehört S Broker zu den kleineren Online-Brokern.
Die boomende Nachfrage nach Fonds in Zeiten mickriger Sparzinsen hat der Dekabank 2015 einen Gewinnsprung gebracht. Die Vertriebsoffensive bei den Sparkassen hat sich für die Dekabank im vergangenen Jahr ausgezahlt. Die Vertriebsleistung sei netto um fast 50 Prozent auf 19,5 Mrd. Euro gestiegen. Das Geschäft mit Privatkunden habe sich auf 10,2 Mrd. Euro fast verdoppelt. Das höhere Provisionsergebnis machte den sinkenden Zinsüberschuss wett, die Erträge kletterten um 6 Prozent auf 1,52 Mrd. Euro. Unter dem Strich blieb ein wirtschaftliches Ergebnis von 611 (2014: 541) Mio. Euro. Die Sparkassen als Eigentümer erhalten eine stabile Dividende von 155 Mio. Euro.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver