Deichmann Österreich wächst weiter, Umsatz um 5 Prozent erhöht

Wien/Essen (APA) - Deichmann Österreich ist im Vorjahr gewachsen und expandiert weiter. Insgesamt wurden in den Filialen und im Online-Shop 10,2 Millionen Paar Schuhe verkauft, um rund 300.000 Paar mehr als 2016. Der Bruttoumsatz stieg um 5,1 Prozent auf 261 Mio. Euro, teilte Deichmann am Mittwoch mit.

Den Marktanteil habe man ausgebaut, Deichman sei nun seit 2017 Marktführer in Österreich - sowohl beim Umsatz als auch bei der Zahl der verkaufen Schuhe. Die Expansion wede heuer fortgesetzt. Netto soll mindestens eine Deichmann-Filiale dazukommen, hieß es aus dem Unternehmen zur APA. Dazu kämen 10 Neueröffnungen für MyShoes. Derzeit gibt es 176 Deichmann-Filialen und 16 MyShoes-Filialen. Ab 22. März werden es 18 MyShoes-Geschäfte sein.

Deichmann setze auf das Omnichannel-Konzept, das im Vorjahr weiter ausgebaut wurde. Man sei für alle Kanäle gerüstet. Stationär habe man mit 176 aktuell geöffneten Geschäften schon ein sehr dichtes Filialnetz, welches intensiv standortoptimiert werde. Zum Ergebnis beigetragen hätten im Vorjahr auch das neue Ladenbaukonzept und ein günstiger Wetterverlauf, heißt es in der Pressemitteilung.

Das Internet sei inzwischen eine wichtige Säule, seit mehr als sechs Jahren hat Deichmann Österreich einen Internet-Shop. "Es reicht nicht aus, die Vertriebswege stationärer und Onlinehandel einfach nur parallel zu betreiben. Die Kunden erwarten heute mehr von einem Händler", so Deichmann-Österreich-Geschäftsführer Georg Müller. Daher setze man konsequent auf die Verzahnung. "Wir wollen den Kunden das Beste aus beiden Welten bieten." Ein Beispiel für diese Verflechtung: Im Stadion Center in Wien können Kunden über einen großen Touchscreen-Monitor das komplette online und in allen Filialen verfügbare Sortiment einsehen, darüber Artikel bestellen und sich diese auch nach Hause schicken lassen. Beschäftigt waren Ende des Vorjahres 1.432 Mitarbeiter, darunter 184 Lehrlinge.

Im Jahr 2017 beging Deichmann Österreich sein 25-Jahr-Jubiläum. Für den mittlerweile größten deutschen und europäischen Schuheinzelhändler war Österreich das erste Land, in dem die Expansion unter eigenem Namen gestartet wurde. Heuer sollen weltweit 208 neue Filialen eröffnet und rund 270 Geschäfte modernisiert werden. Auch das Online-Geschäft will man ausbauen.

Weltweit hat Deichmann im Vorjahr 176,6 Millionen Paar Schuhe verkauft, um über 3 Millionen Paar mehr als 2016. Der Bruttoumsatz stieg von 5,6 auf 5,8 Mrd. Euro. Währungsbereinigt betrug das Umsatzplus 5,9 Prozent, flächenbereinigt 2,8 Prozent. Größter Einzelmarkt war Deutschland mit 2,3 Mrd. Euro Umsatz. Betrieben wurden in 25 europäischen Ländern und in den USA Ende des vergangenen Jahres 3.989 Filialen und 36 Online-Shops. Beschäftigt waren 39.564 Mitarbeiter. Für das laufende Jahr plant das zu 100 Prozent in Familienbesitz stehende Unternehmen Investitionen in Rekordhöhe von 245 Mio. Euro. Die Ertragslage bezeichnete Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE laut Mitteilung als "nach wie vor erfreulich. Sie erlaubt es, die Expansion aus eigener Kraft zu finanzieren und auf Fremdkapital zu verzichten."

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen