DAX weiter auf Rekordjagd

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Trotz des Wahlausgangs in Griechenland hat der deutsche Aktienmarkt seinen Rekordlauf am Montag fortgesetzt. Im frühen Handel kletterte der DAX bis auf 10.718,52 Punkte und damit so hoch wie noch nie. Zuletzt lag er 0,58 Prozent auf 10.711,39 Punkte im Plus.

In der Vorwoche hatte das Barometer der 30 wichtigsten deutschen Aktienwerte angesichts der billionenschweren Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits um fast fünf Prozent zugelegt.

Das Linksbündnis Syriza war stärkste Kraft bei der Wahl zum griechischen Parlament geworden. Die Partei unter Führung von Alexis Tsipras lehnt das Reform- und Sparprogramm der internationalen Geldgeber ab. "Der Sieg der Syriza bedeutet nicht den Austritt Griechenlands aus der Eurozone", erklärten die Analysten der VP Bank jedoch. Zum einen werde es für die Partei unter Alexis Tsipras für eine Alleinregierung knapp nicht reichen. Zum anderen wolle der Parteichef sein Land in der Eurozone halten. Er habe seine Rhetorik deutlich abgemildert.

Der MDAX als Index der mittelgroßen Konzerne stieg um 0,20 Prozent auf 18 690,90 Punkte. Der technologielastige TecDAX legte um 0,45 Prozent auf 1486,09 Punkte zu. Der Eurozonen-Index Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 0,24 Prozent.

Auf die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex reagierte die Börse zunächst kaum: In den deutschen Unternehmen hat sich die Stimmung zum Jahresbeginn weiter aufgehellt. Eine schlechte Vorgabe der New Yorker Börse wirkte nur als kurzer Stimmungsdämpfer zum Handelsbeginn.

Lufthansa-Aktien nahmen angesichts des weiter fallenden Ölpreises ihre Aufwärtsbewegung wieder. Zuletzt verbilligten sich WTI-Öl und auch das Nordseeöl der Sorte Brent wieder um knapp eineinhalb Prozent. Zudem will die British-Airways-Mutter IAG für die geplante Übernahme der irischen Fluglinie Aer Lingus tiefer in die Tasche greifen, was einem Händler zufolge positiv auf die Bewertung in dem Sektor wirkt. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihr Kursziel für Lufthansa-Aktien am Morgen von 14,20 auf 15,00 Euro angehoben.

Finanzwerte versammelten sich indes am DAX-Ende: Commerzbank-Aktien rutschten als Verlierer um 2,92 Prozent auf 11,12 Euro ab, Deutsche Bank und Munich Re verbilligten sich jeweils um rund eineinhalb Prozent. Dem Euroraum stünden schwierige Verhandlungen mit der neuen griechischen Regierung bevor, sagte Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt bei der DZ Bank. Die Forderungen von Syriza, ein Ende der Sparpolitik sowie ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland stellten einen schwierigen Ausgangspunkt für die Verhandlungen dar. Steigende Anleiherenditen in Italien, Spanien und Portugal belasteten einem Händler zufolge ebenfalls die Kurse.

Im MDAX brachen Rheinmetall-Aktien nach einem Pressebericht um mehr als 6 Prozent ein. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" stoppt die Bundesregierung vorerst alle Waffenexporte nach Saudi-Arabien. Dieser Entschluss sei in der Sitzung des Bundessicherheitsrats am vergangenen Mittwoch gefallen. Ein Händler sieht den Exportstopp zwar als Belastung für die Aktien, wollte die Nachricht aber auch nicht überbewerten. Bisher beinhalte der Auftragsbestand in der Rüstungssparte von Rheinmetall keine Großaufträge aus Saudi-Arabien.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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