DAX und Euro-Stoxx zur Eröffnung schwächer

Frankfurt am Main - Die Leitbörsen in Europa verbleiben am Vormittag im roten Bereich. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,29 Prozent oder 8,95 Punkte bei 3.075,23 Einheiten. Auch der DAX in Frankfurt bewegt sich mit 0,01 Prozent oder 0,59 Zähler kaum vom Fleck und stand auf 9.782,49 Punkten. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,25 Prozent oder 16,17 auf 6.517,59 Punkte.

Konjunkturseitig lag die Aufmerksamkeit vorerst bei der italienischen Industrieproduktion. Zum Vormonat gewann der Industrieoutput im November 0,3 Prozent hinzu und nahm jedoch im Jahresvergleich 1,8 Prozent ab. Experten hatten sich zuvor pessimistischer gegeben. Das Barometer gilt als Gradmesser für die morgige Zahlenveröffentlichung zu den europäischen Industrieproduktionszahlen.

Spekuliert wird zudem am Markt weiter über Zeitpunkt und Volumen eines möglichen Staatsanleihen-Kaufprogramms durch die Europäische Zentralbank (EZB) zur Konjunkturstützung. Am kommenden Mittwoch wird dem Europäischen Gerichtshof das Gutachten über die Frage vorgelegt, ob die EZB unbegrenzt Staatsanleihen kaufen darf. Am 22. Jänner treffen die EZB-Notenbanker dann bei ihrer Sitzung zusammen.

Angesichts des anhaltenden Ölpreisverfall brauchen die Anleger aber weiter starke Nerven. Die Talfahrt der Ölpreise geht unvermindert weiter, der Brent-Ölpreis gab nach herben Vortagesverlusten vormittags erneut 3,5 Prozent ab. In einem europäischen Branchenvergleich fielen Öl- und Gastitel daraufhin 1,5 Prozent. Demgegenüber überzeugte der Aluminum-Konzern Alcoa am Vortag zum Auftakt der US-Berichtssaison mit seinen überraschend starken Geschäftszahlen, die als Gradmesser für die globale Konjunkturentwicklung gelten.

Die beginnenden Berichtssaison lenkt den Blick zunächst auf die Metro-Aktien, welche satte drei Prozent zulegten. Trotz Russland-Krise hat der Handelskonzern unter anderem dank eines guten Weihnachtsgeschäfts seinen bereinigten Umsatz deutlicher gesteigert als erwartet.

Nach Vorlage der Quartalszahlen sackten die Papiere von Südzucker um über drei Prozent ab. Europas größter Zuckerkonzern spürt weiterhin die niedrigen Preise für Zucker und Biokraftstoff. In der größten Sparte Zucker sackten die Erlöse wegen sinkender Preise um fast ein Fünftel ab.

Die Anteilscheine der britischen Kaufhauskette Debenhams fielen über acht Prozent, nachdem Händler einen Rückgang des Weihnachtsgeschäftes von 0,8 Prozent beklagten.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte