DAX-Aufsichtsräte verdienen doppelt so viel wie vor zehn Jahren

Die Aufsichtsräte der im Deutschen Aktienindex (DAX) abgebildeten großen Konzerne haben einem Bericht zufolge binnen zehn Jahren ihre Vergütungen verdoppelt. Der Anstieg von 2005 bis 2015 betrage 98 Prozent, berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch auf Grundlage einer eigenen Auswertung.

Im Durchschnitt bekam ein DAX-Aufsichtsrat für das vergangenen Jahr demnach 167.000 Euro, ein Aufsichtsratsvorsitzender 360.000 Euro.
Das meiste Geld floss dem Bericht zufolge 2015 an den Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank, den aus Österreich stammenden Paul Achleitner - rund 808.000 Euro. Auf Platz zwei stand demnach Siemens-Aufseher Gerhard Cromme mit 608.000 Euro.
In der Analyse fehlen noch die jüngsten Bezüge der Volkswagen-Aufsichtsräte. Die Vergütung der Aufseher hängt laut "Handelsblatt" zu über 90 Prozent von einer Dividende auf die Stammaktie des Konzerns ab, die dieses Mal ausfallen könnte. Der Konzern veröffentlicht seinen Geschäftsbericht 2015 nach einer Verschiebung wegen des Abgasskandals erst in der kommenden Woche.

Washington (APA/dpa) - Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben Republikaner und Demokraten in den USA den Stillstand der Regierung beendet - das eigentliche Problem damit aber nur vertagt. Der Kongress verabschiedete am Montag einen weiteren Übergangshaushalt, der die Finanzierung der Regierung bis zum 8. Februar sicherstellt. Beide Seiten wollen zudem weiter über ein Einwanderungspaket verhandeln.
 

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"Shutdown" der US-Regierung beendet - aber nur Übergangslösung

Luxemburg (APA/dpa) - Der Europäische Rechnungshof hat der EU-Kommission Nachlässigkeiten bei der Haushaltsüberwachung in Europa vorgeworfen. Die Brüsseler Behörde wende den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um übermäßige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, erklärten die Rechnungsprüfer am Dienstag in Luxemburg.
 

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Rechnungshof wirft EU-Kommission mangelhafte Haushaltsüberwachung vor

Wien (APA) - Am heutigen zehnten Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen den Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und 13 weitere Angeklagte hat der Verteidiger des mitangeklagten Walter Meischberger schwere Vorwürfe erhoben. Der Anwalt mutmaßt eine verbotene Absprache zwischen dem teilgeständigen Peter Hochegger und der Justiz. Hochegger und Staatsanwalt Alexander Marchart dementierten das.
 

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Grasser-Prozess - Verteidigervorwurf gegen Hochegger: Verbotener Deal