Datenskandal - Deutschland sieht Regelungsbedarf bei Algorithmen

Menlo Park/London (APA/AFP) - Die deutsche Justizministerin Katarina Barley (SPD) hat nach dem Datenskandal bei Facebook Konsequenzen angekündigt. Beim Einsatz von Algorithmen gebe es Regelungsbedarf, sagte Barley dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). "Ja, wir wollen Algorithmen transparenter machen. Es muss klarer erkennbar sein, nach welchen Programmcodes Unternehmen wirklich vorgehen."

Dies gelte vor allem im Hinblick auf "unzulässige Diskriminierung und Betrug" von Konsumenten. Den Ursprung des Skandals sieht die Justizministerin im Geschäftsmodell von Facebook. Es sei kein Datenleck gewesen. "Facebook hat die Türen zu seinem System selbst geöffnet", sagte die Ministerin. "Es ist das Geschäftsmodell von Facebook, seine Nutzer bis ins Kleinste auszuforschen und jeden Klick zu analysieren, um Werbeumsätze zu maximieren."

Facebook steht massiv in der Kritik, weil im US-Wahlkampf die britische Firma Cambridge Analytica für US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten die Profildaten von 50 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Einverständnis gesammelt haben soll.

Barley wird am Freitag im Bundestag sprechen, es wird erwartet, dass sie sich dort auch zum Facebook-Skandal äußert.

IHS: Abgekühlte Hochkonjunktur geht in die Verlängerung

Wirtschaft

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Mountain View /EU-weit (APA/dpa-AFX) - Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet, soll Google eine Strafe von 4,3 Mrd. Euro im Zusammenhang mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android zahlen. Die EU-Kommission werde die Geldbuße demnach noch heute, Mittwoch, verhängen. Die EU-Kommission hat laut Reuters für 13.00 Uhr eine Pressekonferenz zu einem Kartellfall angesetzt.
 

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Kreise: Milliardenstrafe für Google wegen Marktmissbrauchs

Leipzig (APA/dpa-AFX) - Auch nach dem Sonderverkaufstag Primeday ist der Streik beim Internet-Händler Amazon in Leipzig fortgesetzt worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich am Mittwoch rund 400 Beschäftigte. Ziel sei es, die Abarbeitung der eingegangenen Bestellungen weiter zu verzögern, erläuterte ein Verdi-Sprecher.
 

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Weiter Streik bei Amazon in Leipzig