Daimler: Zetsche fordert Ende des Zeitarbeitsverbots für Flüchtlinge

Daimler -Chef Dieter Zetsche hat gefordert, Flüchtlinge rasch in Jobs oder Ausbildungen zu bringen. Das Zeitarbeitsverbot für Asylbewerber müsse bald aufgehoben werden, sagte Zetsche am Donnerstag beim Neujahrsempfang seines Konzerns in Berlin.

Die schnelle Eingliederung von Flüchtlingen in die Arbeitswelt sei der beste Beitrag zur Integration. Deshalb gebe es etwa in Stuttgart weniger Probleme mit der Integration als in Berlin, obwohl der Ausländeranteil in der baden-württembergischen Landeshauptstadt höher liege. "Wer Hand in Hand arbeitet, der kann auch Tür an Tür wohnen."

Zetsche warnte zudem vor einer Abschottungspolitik. Der demografische Wandel mit einer alternden Bevölkerung sei eine ebenso große Herausforderung für Deutschland wie der Zuzug von vielen Flüchtlingen. Es würden weder "Mauern noch Zäune" bei den Problemen helfen. Er verwies auf die hohe Zahl von Unternehmensgründern mit Migrationshintergrund in den USA. Die Flüchtlinge würde das Fachkräfteproblem sicher nicht allein lösen. Aber er sehe ein "riesiges Potenzial", weil 70 Prozent der Ankommenden unter 30 Jahre alt seien. Viele der Flüchtlinge hätten ein hohes Maß an Eigeninitiative gezeigt, um nach Deutschland zu kommen.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia