Daimler will 1.500 Jobs in brasilianischem Lkw-Werk streichen

Sao Paulo/Stuttgart (APA/dpa/Reuters) - Nach einem heftigen Einbruch der Lkw-Verkäufe in Brasilien will Daimler 1.500 Jobs in einem Werk nahe Sao Paulo streichen. "Wir müssen kurzfristig für 1.500 Mitarbeiter eine Lösung finden", sagte ein Daimler-Sprecher am Montag auf Anfrage. Der brasilianische Lkw-Markt sei im ersten Halbjahr um 44 Prozent geschrumpft und der Daimler Lastwagen-Absatz in einer ähnlichen Größenordnung zurückgegangen.

"Mit einer schnellen Erholung des Marktes ist leider nicht zu rechnen", so der Sprecher.

Seit Anfang 2013 hat Daimler schon rund 3.000 Stellen in Brasilien abgebaut, hieß es im Halbjahresbericht des Autobauers. Zur Jahresmitte hatte Daimler demnach noch knapp 11.900 Mitarbeiter in Brasilien. Das Werk in Sao Bernardo do Campo war in den vergangenen Wochen wegen der Flaute schon weitgehend außer Betrieb. Die Wirtschaft in Brasilien lahmt schon seit längerem. Darunter leiden neben Daimler auch andere Nutzfahrzeug-Hersteller.

Beim Daimler-Konkurrenten MAN war dort der Lkw-Absatz im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Derzeit plant MAN einem Sprecher zufolge aber keinen Stellenabbau. Ende 2014 habe die VW-Tochter bereits eine kürzere Arbeitszeit und entsprechend niedrigere Gehälter mit Arbeitnehmervertretern vereinbart. Zudem sei ein freiwilliges Abfindungsprogramm gestartet worden. MAN ist in Brasilien Marktführer bei Lastwagen. Im Werk in Resende waren zuletzt gut 1.900 MAN-Mitarbeiter tätig.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia