Daimler will keine Einzelheiten zu US-Untersuchung nennen

Daimler will aus Sorge über Komplikationen im Austausch mit dem US-Justizministerium keine weiteren Details zur internen Prüfung der Diesel-Abgasmessungen nennen. "Wir antworten knapp, aber unsere Erfahrung mit US-Behörden hat klar gezeigt, dass eine konservative Kommunikation den konstruktiven Dialog mit den Behörden unterstützt", sagte Finanzchef Bodo Uebber am Freitag.

"Wir können uns nicht zu weiteren Einzelheiten äußern." Daimler hatte in der Nacht per Pflichtmitteilung erklärt, nach Aufforderung durch das US-Justizministerium das Zustandekommen der Abgaswerte zu prüfen. Hintergrund ist die Untersuchung der US-Umweltbehörde EPA, die von Sammelklagen in den USA wegen hoher Stickoxidwerte der C-Klasse bei Messungen durch Forschungsinstitute ausgelöst worden war.

Der schwache US-Markt belastete das Ergebnis des Dax-Konzerns im ersten Quartal. Der bereinigte operative Gewinn war erstmals seit drei Jahren unter dem Vorjahresniveau. Daimler rechnet jedoch mit einem besseren zweiten Halbjahr. In den USA werde der Absatz von Mercedes-Benz im zweiten Quartal wieder steigen. Auch die Nutzfahrzeugnachfrage werde sich bessern, aber vorerst weiter hinter der eigenen Schätzung für Nordamerika zurückbleiben. Daimler erwartet bei schweren Lkw einen Nachfragerückgang um zehn Prozent. Die Aktie fiel zur Eröffnung um 5,5 Prozent.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London