Dänische Novo Nordisk bietet 2,6 Mrd. Euro für Biotechfirma Ablynx

Brüssel (APA/Reuters) - Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk will für 2,6 Mrd. Euro die belgische Biotechfirma Ablynx übernehmen. Der weltgrößte Insulinhersteller war nach eigenen Angaben Mitte Dezember mit einem ersten Offert bei dem Unternehmen aus Gent abgeblitzt. Das neue, bereits am 22. Dezember unterbreitete Angebot liege um rund 14 Prozent höher, teilte Novo Nordisk am Montag mit.

Bei Ablynx war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Biotechfirma ist auf die Erforschung von therapeutischen Nanokörpern spezialisiert. Sie sollen zur Bekämpfung unter anderem von Gelenkrheuma, Schuppenflechte und Krebs eingesetzt werden.

Positive Studienergebnisse gaben den Aktien von Ablynx zuletzt kräftig Auftrieb. Die Papiere gingen am Freitag bei 21,20 Euro aus dem Handel. Händler erwarteten am Montag einen Kurssprung, zur Eröffnung konnte zunächst noch kein Kurs festgestellt werden. Novo Nordisk bietet nach eigenen Angaben 28 Euro je Anteilsschein in bar plus 2,50, falls die Ablynx-Forschung bestimmte Bedingungen erfüllt. In der Ablynx-Heimat Belgien floriert die Biotech-Industrie nicht zuletzt wegen Steuervorteilen für solche Firmen.

Novo Nordisk hatte das Übernahmefieber in der Pharmaindustrie bisher nicht erfasst. Die Dänen konzentrierten sich stattdessen auf den Ausbau ihrer Marktführerschaft bei Diabetes-Mitteln. Doch zuletzt hatte sich das Management eine Erweiterung des Medikamente-Portfolios auf die Fahnen geschrieben und die Fühler auch zu der US-Biotechfirma Global Blood Therapeutics ausgestreckt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte