Dänemark gibt wieder Geldmarktpapiere aus, Druck auf Krone lässt nach

Kopenhagen - Der Druck auf die dänische Krone lässt offenbar nach. Das Land nahm am Montag die Ausgabe von Geldmarktpapieren wieder auf. Diese hatte es Anfang Februar ausgesetzt, um einen Ansturm von Investoren, die vor der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aus der Eurozone flüchteten, auf die eigene Währung abzumildern.

Dänemark begab am Montag Geldmarktpapiere mit drei- und sechsmonatiger Laufzeit. Die Rendite lag bei minus 0,9 Prozent bzw. minus 0,75 Prozent.

Die dänische Notenbank senkte in den vergangenen Monaten ihre Leitzinsen in mehreren Schritten in den negativen Bereich, um die Anbindung ihrer Währung an den Euro zu verteidigen. Die umfassenden Staatsanleihekäufe der EZB setzten die Krone unter Druck. Mit ihrem negativen Leitzins versucht die dänische Notenbank, Anlagen in Dänemark unattraktiver zu machen. Denn die Krone soll nur in einer Bandbreite von 2,25 Prozent nach oben und unten zum Zentralkurs von 7,46 Kronen je Euro schwanken.

Um über die Zinssenkungen hinaus die Nachfrage nach dänischen Anlagen zu schwächen, hatte die Notenbank in einer ungewöhnlichen Maßnahme mit dem Ausgabestopp für Staatsanleihen zusätzlich das Angebot verknappt. Dadurch stiegen die Anleihekurse und im Gegenzug sanken die Renditen. So sollten Anleger abgeschreckt werden.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor