Dämpfer für ProSiebenSat.1 im ersten Halbjahr

München/Unterföhring (APA/dpa) - Der deutsche Medienkonzern ProSiebenSat.1, zu dem in Österreich Puls4 und ATV gehören, hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn erwirtschaftet. Als Grund nannte das Unternehmen am Donnerstag den Verkauf der Online-Reisebüros Etraveli und weg.de, weniger digitale Werbeerlöse, das schwächere US-Produktionsgeschäft und den stärkeren Euro.

Die Zuschauerzahlen und Werbeerlöse im wichtigen Fernsehgeschäft seien aber trotz Fußball-WM und Olympischen Spielen stabil geblieben, und die Online-Portale und -Shops wie Flaconi, Windstar, Verivox und Parship seien kräftig gewachsen.

Der Konzernumsatz sank im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf 1,79 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel um 14 Prozent, der Gewinn um 16 Prozent auf 153 Mio. Euro. "Aufgrund der Saisonalität unserer Geschäftsmodelle erwarten wir nun wie in den vergangenen Jahren ein stärkeres zweites Halbjahr", sagte Finanzvorstand Jan Kemper und bekräftigte die Jahresprognose.

Die gemeinsam mit dem US-Medienkonzern Discovery geplante Videoplattform soll in der ersten Jahreshälfte 2019 starten und zu "einer Plattform für alle deutschen Inhalte", zu "der deutschen Plattform" schlechthin werden: "Wir diskutieren mit ARD, ZDF und RTL", sagte Vorstandschef Max Conze. Das Interesse sei hoch. ProSiebenSat.1 wolle vor allem ein Unterhaltungsgeschäft aufbauen, "das lineare und digitale Inhalte aus einer Hand bietet."

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen