Crowdfunding - Photovoltaikfirma Karma Werte sammelte fast 5 Mio. ein

Der Grazer Photovoltaikspezialist Karma Werte setzt auf Crowdfunding. Fast 5 Mio. Euro hat das Start-up bei Kleinanlegern eingesammelt. Anfang März emittierte das Unternehmen ein qualifiziertes Nachrangdarlehen, 96 Prozent wurden bisher platziert. Die Karma Werte GmbH hat nach Kritik von der Arbeiterkammer freiwillig einen Kapitalmarktprospekt für die Emission aufgelegt.

Voriges Jahr hatte die AK vor Nachrangdarlehen der Karma Werte GmbH, eine GmbH light mit 10.000 Euro Stammkapital, gewarnt. Ein Totalverlustrisiko sei möglich.

Nun versucht es das Unternehmen mit einem Kapitalmarktprospekt, der bei der Kontrollbank (OeKB) hinterlegt und durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet worden sei, so Christian Schauer, Bruder des Geschäftsführers Alexander Schauer, am Freitag zur APA.

Alternative Finanzierungsformen wie Crowfunding sind in Österreich bis dato rechtlich nicht geregelt. Für Nachrangdarlehen braucht es derzeit keinen Kapitalmarktprospekt, so Schauer. "Wir haben als erster Emittent in Österreich freiwillig einen Prospekt gemacht."

Angesprochen auf das Verlustrisiko für Anleger meinte Schauer: "Das ist bei jeder spekulativen Anlage möglich, bei jedem Wertpapier, auch bei Nachrangdarlehen."

Die Regierung ist gerade dabei, ein Gesetz für Crowdfunding und Co. zu schaffen. Laut dem Begutachtungsentwurf von Mitte April soll es bis zu einem Emissionsvolumen von 100.000 Euro keine gesetzlichen Voraussetzungen wie Informationspflichten geben, ab 5 Mio. Euro soll die volle Prospektpflicht gelten. Dazwischen sollen ein paar Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Die Karma Werte GmbH mit Sitz in Graz und einer Zweigstelle in Linz wurde 2013 gegründet. 2014 schrieb das Unternehmen noch Verluste. Die Firma verkauft Photovoltaikanlagen an Endkunden. Außerdem bietet Karma Werte Gewerbetreibenden und Landwirten an, auf deren Dächern PV-Anlagen zu errichten und für eine bestimmte Zeit zu betreiben (Contracting-Modell). Auch PV-Leasing hat das Unternehmen im Angebot.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte