Conwert - Rasinger für Rückzug Gelbmanns von Verwaltungsrats-Spitze

Der Kleinanleger-Vertreter Wilhelm Rasinger hat sich für den Rückzug Kerstin Gelbmanns von der Spitze des conwert-Verwaltungsrates ausgesprochen. Aus dem Urteil der Übernahmekommission gehe hervor, dass Gelbmanns Aussage vor der Kommission nicht glaubwürdig gewesen sei - daraus sollte sie nun die "richtigen Konsequenzen ziehen und nicht eigensinnig einen falschen Weg gehen", meint Rasinger.

"Ich fordere nicht ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat", stellte Rasinger am Freitag gegenüber der APA klar. Aber "dass es zu dem Urteil gekommen ist, ist zurückzuführen auf die turbulente Hauptversammlung, wo sie schlecht beraten war".

Die Übernahmekommission hat dem conwert-Aktionär Alexander Proschofsky recht gegeben, der gegen den Ausschluss der Stimmrechte des Investors Karl Ehlerding bei der Wahl des conwert-Verwaltungsrates protestiert hatte.

Das es die Aufgabe der Verwaltungsratsvorsitzenden sei, die Gesamtinteressen des Unternehmens zu wahren und nicht, die spezifischen Interessen von Hauptaktionären zu vertreten, wäre Gelbmanns Rückzug von der Spitze des Gremiums "ein richtiger und konsequenter Schritt", sagte Rasinger.

Eine mehrjährige juristische Auseinandersetzung wäre nicht im Interesse der Aktionäre, argumentierte der Anlegerschützer. Es gebe Aktionäre, die mit dem Übernahmeoffert der Deutsche Wohnen von 11,50 je Aktie nicht zufrieden seien, und der Streit könnte für die Bieter einen Vorwand bieten, nicht mehr zu bezahlen, warnte Rasinger.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker