Conwert - Rasinger für Rückzug Gelbmanns von Verwaltungsrats-Spitze

Der Kleinanleger-Vertreter Wilhelm Rasinger hat sich für den Rückzug Kerstin Gelbmanns von der Spitze des conwert-Verwaltungsrates ausgesprochen. Aus dem Urteil der Übernahmekommission gehe hervor, dass Gelbmanns Aussage vor der Kommission nicht glaubwürdig gewesen sei - daraus sollte sie nun die "richtigen Konsequenzen ziehen und nicht eigensinnig einen falschen Weg gehen", meint Rasinger.

"Ich fordere nicht ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat", stellte Rasinger am Freitag gegenüber der APA klar. Aber "dass es zu dem Urteil gekommen ist, ist zurückzuführen auf die turbulente Hauptversammlung, wo sie schlecht beraten war".

Die Übernahmekommission hat dem conwert-Aktionär Alexander Proschofsky recht gegeben, der gegen den Ausschluss der Stimmrechte des Investors Karl Ehlerding bei der Wahl des conwert-Verwaltungsrates protestiert hatte.

Das es die Aufgabe der Verwaltungsratsvorsitzenden sei, die Gesamtinteressen des Unternehmens zu wahren und nicht, die spezifischen Interessen von Hauptaktionären zu vertreten, wäre Gelbmanns Rückzug von der Spitze des Gremiums "ein richtiger und konsequenter Schritt", sagte Rasinger.

Eine mehrjährige juristische Auseinandersetzung wäre nicht im Interesse der Aktionäre, argumentierte der Anlegerschützer. Es gebe Aktionäre, die mit dem Übernahmeoffert der Deutsche Wohnen von 11,50 je Aktie nicht zufrieden seien, und der Streit könnte für die Bieter einen Vorwand bieten, nicht mehr zu bezahlen, warnte Rasinger.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht