Continental vergrault Anleger mit Gewinnwarnung

Hannover (APA/Reuters) - Der Autozulieferer Continental gerät wegen gestiegener Kosten und geringerer Umsatzerwartungen immer mehr aus der Spur und senkt zum zweiten Mal binnen weniger Monate seine Ziele. Der Dax-Konzern kündigte am Mittwoch an, die bereinigte operative Rendite (Ebit-Marge) werde heuer nur noch bei mehr als neun Prozent liegen statt der bisher in Aussicht gestellten Marge von mehr als zehn Prozent.

Beim Umsatz geht das Management von rund 45 Mrd. Euro statt der bisher erwarteten rund 46 Milliarden aus. Erst im April hatte Continental seine Renditeerwartungen heruntergeschraubt. Anleger schmissen die Aktie nach der neuerlichen Gewinnwarnung im hohen Bogen aus ihren Depots. Das Papier brach in der Spitze um fast 14 Prozent ein und war mit Abstand größter Verlierer im Leitindex Dax.

Conti schrieb die überraschende Prognosesenkung einem Bündel an Gründen zu. So liege das Erstausrüstungsgeschäft in Europa und China im Automobilgeschäft und in der Sparte Conti-Tech unter den Erwartungen. Zudem führe eine schwächere Nachfrage im Reifenbereich zu einer reduzierten Umsatzerwartung. Auch höhere Kosten im Antriebsbereich aufgrund der Umstellung auf Produkte und Systeme für Hybrid- und Elektroautos hätten eine Rolle gespielt. Als Konsequenz soll der Sparkurs verschärft werden. Zudem passt Continental seine Investitionen den geringeren Umsatzerwartungen an.

Der Konzern hatte erst Anfang August seine Prognose bekräftigt, da aber schon wegen Entwicklungskosten aufgrund des wachsenden Auftragseingangs etwas vorsichtigere Töne angeschlagen. Zu dem Zeitpunkt hoffte das Management noch auf einen Schlussspurt zum Ende des Jahres, um seine Ziele zu erreichen. Warum sich die Aussichten nun binnen kurzer Zeit deutlich eingetrübt haben, blieb zunächst unklar. Ein Sprecher sagte, die Zahlen aus Juli und August hätten das Unternehmen dazu bewogen, den Ausblick zu senken. Details erhoffen sich Analysten nun von einer für den Nachmittag angesetzten Telefonkonferenz.

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"