Continental übernimmt Software-Spezialist für 600 Millionen Euro

Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental kauft sich ein auf die Fahrzeugbranche spezialisiertes Software-Unternehmen. Der Hannoveraner Konzern will nach Angaben von Dienstag für 600 Millionen Euro die Elektrobit Automotive GmbH mit Sitz in Erlangen übernehmen, um sich bei Zukunftsthemen der Branche wie dem automatisierten Fahren zu verstärken. Die Automotive-Tochter des finnischen Elektrobit -Konzerns entwickelt mit rund 1900 Mitarbeitern Fahrerassistenz- und Infotainmentsysteme. Zunehmend vom Computer gesteuerte Pkw und mit dem Smartphone vernetzte Fahrzeuge sind Trend in der Fahrzeugindustrie. Elektrobit Automotive zählt große Hersteller wie VW, Audi, Daimler, BMW oder Ford zu seinen Kunden.


Mit Continental arbeiten die Franken seit mehr als zehn Jahren zusammen, wie es in der Mitteilung hieß. Durch die Übernahme will sich der Zulieferer "sowohl in der Entwicklung aktueller Projekte als auch bei der Technologieentwicklung von Systemen für automatisiertes Fahren" verstärken. Der Kauf solle im dritten Quartal unter Dach und Fach gebracht werden. Die Kartellbehörden und die für Juni geplante Hauptversammlung von Elektrobit müssten noch zustimmen. Von Aktionären, die rund 46 Prozent der Anteile halten, liege bereits eine verbindliche Zustimmung vor. Ein mit der Situation vertraute Person sagte, Goldman Sachs werde Continental bei der Übernahme beraten.

Die Automotive-Sparte von Elektrobit erzielte im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn von 16 Millionen Euro bei einem Umsatz von 171 Millionen. Michael Punzet von der DZ Bank schrieb in einer Kurzanalyse, die Akquisition sei zwar "eher klein", passe aber zu Continentals Zukauf-Strategie. Sie werde das Software-Geschäft der Hannoveraner und die Verbindung zur Autobranche stärken. Continental beschäftigt rund 11.000 Mitarbeiter in der Software-Entwicklung.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte