Conti-Vorstand mit Brandbrief: "Geschäftliche Situation sehr ernst"

Hannover (APA/dpa) - Der Vorstand des deutschen Autozulieferers Continental hat seine Spitzenmanager in scharfen Worten zu verstärkten Anstrengungen aufgefordert. "Unsere derzeitige, geschäftliche Situation ist sehr ernst", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief, aus dem zuerst die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) zitiert hatte.

Der Vorstand kündigt auch personelle Änderungen im Management an - "dort, wo das Vertrauensverhältnis zu unseren relevanten Stakeholdern nachhaltig beschädigt ist." Neben Wachstumsprogrammen soll es auch externe Unterstützung für schwächelnde Geschäftsbereiche geben.

Nach Angaben eines Konzernsprechers richtet sich das Schreiben an weltweit etwa 400 Führungskräfte. Konkret wird darin "einem halben Dutzend" der insgesamt 27 Geschäftsbereiche vorgeworfen, wiederholt selbstgesteckte Ziele nicht erreicht zu haben. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Daher die klare Ansage: Auf diesem falschen Gleis fahren wir keinen Meter mehr: Dieser Zug stoppt genau hier und jetzt!" Die betroffenen Bereiche werden gemahnt: "Sie halten damit nicht, was sie versprechen."

Wegen schwächerer Geschäfte und höherer Kosten hatte Conti Mitte August zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnprognose für 2018 gesenkt. Der Konzernumsatz dürfte bei 46 Milliarden Euro vor Währungseffekten liegen - und nicht mehr wie zuvor angekündigt bei 47 Milliarden Euro. Die Aktie ging auf Talfahrt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro