Container-Transporte von Asien nach Europa werden immer billiger

Der Güter-Transport von Asien nach Europa wird immer billiger. Die Frachtsätze für das Verschiffen von Containern sackten diese Woche um weitere rund 10 Prozent auf nur noch 231 Dollar (212 Euro) ab. Damit fiel der Preis auf der weltweit wichtigsten Handelsroute die achte Woche in Folge.

Auf dem derzeitigen Niveau ist das Geschäft Branchenkennern zufolge für große Reeder wie die deutsche Hapag Lloyd, die dänische Maersk, MSC aus der Schweiz oder CGM aus Frankreich unrentabel.

Der Export, der vom weltgrößten Containerhafen Shanghai ausgeht, wird wöchentlich im Index SCFI abgebildet. Der Frachtsatz der vergangenen Woche war der zweitniedrigste seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2009. Noch niedriger war er nur im Juni 2015 mit 205 Dollar.

Im Durchschnitt lag die Rate für Standard-Container in diesem Jahr bisher bei 529 Dollar, vor Jahresfrist waren es 1.026 Dollar. Auch der Containertransport in andere Regionen verbilligte sich drastisch: Zu Häfen ins Mittelmeer ging der Preis um 11,3 Prozent zurück, an die US-Westküste um zwölf und an die US-Ostküste um neun Prozent.

Die Branche leidet seit Jahren unter hohen Überkapazitäten. Wegen der schwächelnden Konjunktur in China und anderen Schwellenländern ist das Angebot an Schiffsraum viel größer als die Nachfrage. Weltmarktführer Maersk fuhr im Schlussquartal im Schifffahrtsgeschäft tief in die Verlustzone. Auch japanische Reedereien schreiben rote Zahlen. Deutschlands größte Container-Reederei Hapag-Lloyd kehrte indes dank der Fusion mit dem chilenischen Konkurrenten CSAV in die Gewinnzone zurück.

Bellinzona (APA/sda) - Die am Regionalflugplatz Lugano operierende Darwin Airline ist endgültig bankrott und stellt den Betrieb ein. Das wurde am Nachmittag an einer Personalversammlung des Unternehmens deutlich, an der bereits ein Konkursbeamter beteiligt war.
 

Newsticker

Darwin Airline bankrott und stellt Betrieb ein

Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

Standpunkte

Soziale Teilhabe: Wo steht Österreich?

Athen (APA/dpa-AFX) - Ein Russe, der mit digitalen Währungen wie Bitcoin einen Milliardenbetrug begangen haben soll, soll an die USA ausgeliefert werden. Das beschloss der höchste griechische Gerichtshof (Areopaag) am Mittwoch in letzter Instanz, wie das griechische Staatsradio berichtete.
 

Newsticker

Milliardenbetrug mit Bitcoin: Verdächtiger soll ausgeliefert werden