Commerzbank muss Stiftung wegen riskanter Anlage entschädigen

Die deutsche Commerzbank muss einer Stiftung aus Nordrhein-Westfalen wegen einer riskanten Anlageberatung fast 250.000 Euro Entschädigung zahlen. Ein entsprechendes Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts (OLG) ist inzwischen rechtskräftig. Ein Sprecher der Bank bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ").

Die Krefelder Hildegard Bredemann-Busch-du Fallois Stiftung hatte sich 2001 auf Vermittlung der Commerzbank mit 280.000 Euro an einem geschlossenen Immobilienfonds beteiligt. Ab dem Jahr 2010 flossen die Ausschüttungen nicht mehr wie erwartet. Daraufhin klagte die Stiftung.

Während das Landgericht Frankfurt der Commerzbank noch eine "anleger- und objektgerechte Beratung" bescheinigte, urteilte das OLG in zweiter Instanz gegen die Bank: Sie hätte der Stiftung erst gar nicht zu so einer Anlage raten dürfen, die Verlustrisiken berge. Denn Stiftungen sind verpflichtet, ihr Kapital sicher anzulegen. Zudem verschwieg die Bank nach OLG-Ansicht die Höhe ihrer Provisionen.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen interpretierte das OLG-Urteil in der "FAZ" als Entscheidung mit Signalwirkung: "Das Urteil ist für eine sehr große Zahl von Stiftungen bedeutsam", zitiert die Zeitung den Generalsekretär des Verbandes, Hans Fleisch. "Denn ein Großteil der Stiftungen wird von ihren Banken bisher nicht über die teilweise sehr hohen Rückvergütungen informiert, die zulasten der Stiftungserträge gehen."

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker