Commerzbank muss Stiftung wegen riskanter Anlage entschädigen

Die deutsche Commerzbank muss einer Stiftung aus Nordrhein-Westfalen wegen einer riskanten Anlageberatung fast 250.000 Euro Entschädigung zahlen. Ein entsprechendes Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts (OLG) ist inzwischen rechtskräftig. Ein Sprecher der Bank bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ").

Die Krefelder Hildegard Bredemann-Busch-du Fallois Stiftung hatte sich 2001 auf Vermittlung der Commerzbank mit 280.000 Euro an einem geschlossenen Immobilienfonds beteiligt. Ab dem Jahr 2010 flossen die Ausschüttungen nicht mehr wie erwartet. Daraufhin klagte die Stiftung.

Während das Landgericht Frankfurt der Commerzbank noch eine "anleger- und objektgerechte Beratung" bescheinigte, urteilte das OLG in zweiter Instanz gegen die Bank: Sie hätte der Stiftung erst gar nicht zu so einer Anlage raten dürfen, die Verlustrisiken berge. Denn Stiftungen sind verpflichtet, ihr Kapital sicher anzulegen. Zudem verschwieg die Bank nach OLG-Ansicht die Höhe ihrer Provisionen.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen interpretierte das OLG-Urteil in der "FAZ" als Entscheidung mit Signalwirkung: "Das Urteil ist für eine sehr große Zahl von Stiftungen bedeutsam", zitiert die Zeitung den Generalsekretär des Verbandes, Hans Fleisch. "Denn ein Großteil der Stiftungen wird von ihren Banken bisher nicht über die teilweise sehr hohen Rückvergütungen informiert, die zulasten der Stiftungserträge gehen."

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Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft