Commerzbank muss Stiftung wegen riskanter Anlage entschädigen

Die deutsche Commerzbank muss einer Stiftung aus Nordrhein-Westfalen wegen einer riskanten Anlageberatung fast 250.000 Euro Entschädigung zahlen. Ein entsprechendes Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts (OLG) ist inzwischen rechtskräftig. Ein Sprecher der Bank bestätigte am Dienstag einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ").

Die Krefelder Hildegard Bredemann-Busch-du Fallois Stiftung hatte sich 2001 auf Vermittlung der Commerzbank mit 280.000 Euro an einem geschlossenen Immobilienfonds beteiligt. Ab dem Jahr 2010 flossen die Ausschüttungen nicht mehr wie erwartet. Daraufhin klagte die Stiftung.

Während das Landgericht Frankfurt der Commerzbank noch eine "anleger- und objektgerechte Beratung" bescheinigte, urteilte das OLG in zweiter Instanz gegen die Bank: Sie hätte der Stiftung erst gar nicht zu so einer Anlage raten dürfen, die Verlustrisiken berge. Denn Stiftungen sind verpflichtet, ihr Kapital sicher anzulegen. Zudem verschwieg die Bank nach OLG-Ansicht die Höhe ihrer Provisionen.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen interpretierte das OLG-Urteil in der "FAZ" als Entscheidung mit Signalwirkung: "Das Urteil ist für eine sehr große Zahl von Stiftungen bedeutsam", zitiert die Zeitung den Generalsekretär des Verbandes, Hans Fleisch. "Denn ein Großteil der Stiftungen wird von ihren Banken bisher nicht über die teilweise sehr hohen Rückvergütungen informiert, die zulasten der Stiftungserträge gehen."

Wien (APA) - Die börsennotierte CA Immo bringt eine neue Unternehmensanleihe auf den Markt. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 150 Mio. Euro und eine Laufzeit von 7,5 Jahren. Der fixe Kupon beträgt 1,875 Prozent, die Anleihe ist zu je 1.000 Euro gestückelt und kann von Privatanlegern vom 20. bis 25. September gezeichnet werden - vorbehaltlich eines früheren Zeichnungsschlusses, teilte die CA Immo mit.
 

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CA Immo begibt neue 150 Mio. Euro Anleihe - Laufzeit 7,5 Jahre

Washington/Peking (APA/AFP) - Der Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter: Als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump geplanten neuen Strafzölle hat Peking am Dienstag Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. US-Importe im Gesamtwert von 60 Milliarden Dollar (51,41 Mrd. Euro) sollen mit Strafzöllen belegt werden, wie die Führung in Peking erklärte.
 

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Handelskrieg zwischen China und den USA eskaliert weiter

Eisenach/Rüsselsheim (APA/dpa) - Wegen schwacher Nachfrage plant der Autobauer Opel in seinem Eisenacher Werk für den Oktober in größerem Umfang Kurzarbeit. Nach Informationen der Mainzer Verlagsgruppe VRM werden die Beschäftigten beider Schichten in dem Monat nur an 8 von 21 Arbeitstagen an den Bändern benötigt. An 13 Werktagen herrsche Kurzarbeit, wie die Zeitungen in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.
 

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Opel plant Kurzarbeit im Werk Eisenach