Commerzbank nimmt Panama-Geschäfte nochmal unter die Lupe

Commerzbank nimmt Panama-Geschäfte nochmal unter die Lupe

Die Commerzbank nimmt ihre Geschäfte mit Briefkastenfirmen in Panama nun doch noch einmal unter die Lupe. Die Bank werde sich damit nach der Veröffentlichung der "Panama Papers" erneut beschäftigen, sagte Vorstandschef Martin Blessing am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Zahlreiche Banken haben ihren Kunden laut "Süddeutscher Zeitung" geholfen, über die Anwaltskanzlei Mossack Fonseca Scheinfirmen in dem mittelamerikanischen Land zu gründen. Auf diese Weise seien Steuern hinterzogen und Schwarzgelder gewaschen worden. Das hat auch die Bankenaufseher auf den Plan gerufen.

Noch vor zwei Wochen hatte ein Commerzbank-Sprecher gesagt, das Thema sei für die Bank abgeschlossen. Sie hatte sich Ende 2015 mit der Staatsanwaltschaft Köln auf ein Bußgeld von 17 Millionen Euro verständigt. Das Verfahren gegen sie wurde im Gegenzug eingestellt. Ermittler hatten einer Luxemburger Tochter der zweitgrößten deutschen Bank vorgeworfen, Kunden geholfen zu haben, ihr Geld vor dem Finanzamt zu verbergen - auch über Briefkastenfirmen in Panama. Auch die Dresdner Bank, die 2009 in der Commerzbank aufgegangen war, hatte bis 2006 eine Tochter in dem mittelamerikanischen Land.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht