Commerzbank - Gewinn reicht nicht für Bonus-Ausschüttung

Frankfurt - Die Mitarbeiter der Commerzbank werden finanziell nicht vom Milliardengewinn des zweitgrößten deutschen Geldhauses profitieren. Das Ergebnis sei zu niedrig, um den Teil der Boni auszuzahlen, der sich nach dem Erfolg auf Konzernebene richte, erklärte Personalvorstand Frank Annuscheit im einem Interview im Intranet der Bank, das Reuters am Mittwoch vorlag.

Das "Handelsblatt" hatte zuerst darüber berichtet. Davon betroffen sind rund 18.000 außertariflich bezahlte Mitarbeiter, die damit auf rund 40 Prozent der möglichen variablen Vergütung verzichten müssen. Dieser sogenannte Konzernzuschlag wird seit Jahren nicht bezahlt. 2014 war der Bonustopf der Commerzbank 338 Millionen Euro schwer.

Annuscheit reagierte mit dem Intranet-Beitrag auf eine Protest-E-Mail des Frankfurter Betriebsrats der Commerzbank an den Vorstand, der sich über den erneuten Ausfall beschwert und von enttäuschten Mitarbeitern berichtet hatte. "Es ist nun mal so, dass wir mit einer Cost Income Ratio (Kostenquote, CIR) von 72 Prozent ganze 12 Prozentpunkte von unserem Ziel, 60 Prozent zum Ende dieses Jahres, entfernt liegen", erklärte Annuscheit.

"Voraussichtlich werden wir weder das CIR- noch das Rentabilitätsziel aus unserer strategischen Agenda für 2016 erreichen." Nach den Vorgaben dürfte die Commerzbank nur 60 Cent einsetzen, um einen Euro Ertrag zu erwirtschaften. Tatsächlich waren es aber 72 Cent. "Wir bewegen uns nach wie vor in einem Umfeld, das es uns schwer macht, Erträge zu erwirtschaften", erklärte Annuscheit.

Vom neuen Jahr an gilt in der Bank ohnehin ein neues Bonus-System, das den Konzernzuschlag nicht mehr kennt. Dann setzt sich der Bonus wie von den Aufsehern verlangt aus einer kurz- und einer langfristigen Komponente zusammen. Für die rund 2000 Investmentbanker gilt die neue Regelung schon seit Anfang 2015.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro