Commerzbank will Geld in IT- und Internetfirmen stecken

(Reuters) - Die Commerzbank will künftig verstärkt in IT- und Internetfirmen aus dem Finanzbereich (FinTech) investieren. Deutschlandes zweitgrößtes Geldhaus gründete dafür am Mittwoch das Tochterunternehmen CommmerzVentures. Es will Geld in junge Unternehmen stecken, die sich bereits am Markt etabliert haben oder kurz davor stehen. Geplant seien Investments von zwei bis fünf Millionen Euro pro Firma, sagte eine mit dem Projekt vertraute Person. Bereits im März hat die Commerzbank die Tochter Incubator ins Leben gerufen, die Start-Ups in der Frühphase Geld zur Verfügung stellt, also zwischen ihrer Gründung und der Markteinführung von Produkten.

Die Commerzbank will durch die Tochtergesellschaften sicherstellen, dass sie neue Trends in der Bankenwelt nicht verschläft. Experten gehen davon aus, dass alle Geldhäuser in den kommenden Jahren verstärkt Konkurrenz durch kleine IT- und Internetfirmen sowie durch Schwergewichte wie Google und Ebay bekommen werden. Die Beratungsfirma Accenture schätzt, dass Banken bis 2020 weltweit mehr als 30 Prozent ihrer Erträge an neue Wettbewerber verlieren könnten.

"Ein behäbiges, gleichwohl über Jahrzehnte robustes und sicheres IT-System der Banken konkurriert heute mit Anwendungen, die hochflexibel sind", sagte Theodor Weimer, der Chef der Münchener HypoVereinsbank, kürzlich auf einer Branchenkonferenz. "Ich halte es für eine zielführende Strategie, dass Banken sich gezielt an Fin-Tech-Unternehmen beteiligen - dass Banken also gezielt dort investieren, wo ihre eigenen Geschäftsmodelle angegriffen werden."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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