Commerzbank-Chefvolkswirt kritisiert lockere EZB-Geldpolitik

Kritik an der lockeren Geldpolitik der EZB übt der Chefvolkswirt der deutschen Commerzbank, Jörg Krämer: "Ich würde die Geldpolitik nicht so locker fahren und keinesfalls die Zinsen weiter senken. Stattdessen würde ich einen Ausstiegsplan aus der lockeren Geldpolitik entwickeln", sagte er in einem Interview mit dem "WirtschaftsBlatt" (Montag-Ausgabe).

Wichtig dabei wäre, dass die EZB ihr Inflationsziel pragmatisch interpretiert und anerkennt, dass nach dem Platzen von Schuldenblasen Wachstum und Inflation unvermeidlich viele Jahre niedrig sind, so Krämer wörtlich: "Ich würde nicht wie die EZB gegen Windmühlen, gegen das Unvermeidliche ankämpfen."

Normalerweise lasse die EZB den Ölpreis unberücksichtigt, aber das habe sie in der Vorwoche nicht gemacht, "sondern für März eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt, was ich für falsch halte". Das immer weitere Nachlegen helfe der Konjunktur kaum, es ändere wenig an der niedrigen Inflation und schon gar nichts am Ölpreis. Aber es nehme Reformdruck von den hoch verschuldeten Staaten und begünstige Übertreibungen auf dem Immobilienmarkt. "Schauen Sie sich an, wie in den großen Städten die Immobilienpreise steigen. Das kann in ein paar Jahren zu gefährlichen Preisblasen führen", so der Commerzbank-Chefvolkswirt.

Sofia (APA/AFP) - In Bulgarien fürchten Landwirte wegen des stark gesunkenen Verkaufspreises von Rosenblättern um ihre Existenz. In den vergangenen Jahren habe ein Kilo Rosenblätter bis zu 6 Lew (3 Euro) eingebracht, heuer liege der Preis bei nur noch 1,30 Lew, sagte der bulgarische Landwirtschaftsminister Rumen Poroschanow am Montag dem Fernsehsender BNT.
 

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Preisverfall für Rosenblätter: Bauern in Bulgarien bangen um Existenz

München (APA/Reuters) - Der deutsche Autozulieferer Grammer kauft in den USA zu. Das Unternehmen zahlt rund 271 Mio. Dollar (230 Mio. Euro) einschließlich Schulden für den Kunststoff-Spezialisten Toledo Molding & Die (TMD) aus dem US-Bundesstaat Ohio, wie Grammer am Dienstag mitteilte.
 

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Autozulieferer Grammer kauft Kunststoffteile-Hersteller aus den USA

San Jose (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der US-Softwarekonzern Adobe wagt den größten Deal seit fast zehn Jahren. Für knapp 1,7 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro) werde der Einzelhandelsspezialist Magento Commerce vom Finanzinvestor Permira übernommen, teilten die US-Amerikaner in der Nacht zu Dienstag mit.
 

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US-Softwarekonzern Adobe stemmt größten Zukauf seit zehn Jahren