Commerzbank-Chefvolkswirt kritisiert lockere EZB-Geldpolitik

Kritik an der lockeren Geldpolitik der EZB übt der Chefvolkswirt der deutschen Commerzbank, Jörg Krämer: "Ich würde die Geldpolitik nicht so locker fahren und keinesfalls die Zinsen weiter senken. Stattdessen würde ich einen Ausstiegsplan aus der lockeren Geldpolitik entwickeln", sagte er in einem Interview mit dem "WirtschaftsBlatt" (Montag-Ausgabe).

Wichtig dabei wäre, dass die EZB ihr Inflationsziel pragmatisch interpretiert und anerkennt, dass nach dem Platzen von Schuldenblasen Wachstum und Inflation unvermeidlich viele Jahre niedrig sind, so Krämer wörtlich: "Ich würde nicht wie die EZB gegen Windmühlen, gegen das Unvermeidliche ankämpfen."

Normalerweise lasse die EZB den Ölpreis unberücksichtigt, aber das habe sie in der Vorwoche nicht gemacht, "sondern für März eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt, was ich für falsch halte". Das immer weitere Nachlegen helfe der Konjunktur kaum, es ändere wenig an der niedrigen Inflation und schon gar nichts am Ölpreis. Aber es nehme Reformdruck von den hoch verschuldeten Staaten und begünstige Übertreibungen auf dem Immobilienmarkt. "Schauen Sie sich an, wie in den großen Städten die Immobilienpreise steigen. Das kann in ein paar Jahren zu gefährlichen Preisblasen führen", so der Commerzbank-Chefvolkswirt.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen