Commerzbank-Chef sieht keine rasche Banken-Fusionswelle in Europa

Frankfurt (APA/Reuters) - Commerzbank-Chef Martin Blessing rechnet nicht mit einer raschen Konsolidierung der Bankenlandschaft in Europa. Angesichts der höheren Anforderungen der Regulierer seien die Banken so stark mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht an Übernahmen dächten, sagte Blessing am Donnerstag vor einem Treffen des Internationalen Bankenverbandes IIF in Frankfurt zu Reuters TV.

"Langfristig werden wir Konsolidierung sehen, in verschiedenen Ländern, vielleicht auch grenzüberschreitend", sagte Blessing. "Aber bis der letzte Regulierungsentwurf umgesetzt ist, hat jeder damit zu tun, sich an das System anzupassen. Erwarten Sie also nicht, dass nächste Woche die große Welle losgeht."

Regulierer und Notenbanker hatten der Bankenbranche nach dem Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) im vergangenen Jahr eine stärkere Bereinigung nahegelegt. Doch hat es bisher kaum Fusionen und Übernahmen gegeben. Blessing deutete an, dass die Branche schrumpfen werde. "Insgesamt ist der europäische Bankensektor immer noch sehr groß." Gleichzeitig griffen immer mehr Unternehmen zu Kapitalmarkt-Produkten und machten sich so von den Banken unabhängig.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia