Commerzbank-Chef sieht keine rasche Banken-Fusionswelle in Europa

Frankfurt (APA/Reuters) - Commerzbank-Chef Martin Blessing rechnet nicht mit einer raschen Konsolidierung der Bankenlandschaft in Europa. Angesichts der höheren Anforderungen der Regulierer seien die Banken so stark mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht an Übernahmen dächten, sagte Blessing am Donnerstag vor einem Treffen des Internationalen Bankenverbandes IIF in Frankfurt zu Reuters TV.

"Langfristig werden wir Konsolidierung sehen, in verschiedenen Ländern, vielleicht auch grenzüberschreitend", sagte Blessing. "Aber bis der letzte Regulierungsentwurf umgesetzt ist, hat jeder damit zu tun, sich an das System anzupassen. Erwarten Sie also nicht, dass nächste Woche die große Welle losgeht."

Regulierer und Notenbanker hatten der Bankenbranche nach dem Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) im vergangenen Jahr eine stärkere Bereinigung nahegelegt. Doch hat es bisher kaum Fusionen und Übernahmen gegeben. Blessing deutete an, dass die Branche schrumpfen werde. "Insgesamt ist der europäische Bankensektor immer noch sehr groß." Gleichzeitig griffen immer mehr Unternehmen zu Kapitalmarkt-Produkten und machten sich so von den Banken unabhängig.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London