Commerzbank auf Wachstumskurs - Dividende für 2018 geplant

Frankfurt (APA/Reuters) - Die deutsche Commerzbank zeigt sich mit dem Start ins Jahr zufrieden. "Wir haben unseren Wachstumskurs auch im ersten Quartal fortgesetzt", sagte Konzernchef Martin Zielke am Dienstag auf der Hauptversammlung in Frankfurt. "Die Erträge entwickelten sich im Vergleich zum Vorquartal stabil."

Die Bank habe sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundengeschäft neue Kunden gewonnen und habe dadurch den harten Preiskampf ausgleichen können. Von der Bank befragte Analysten gehen im Schnitt von einem Gewinnrückgang auf 177 (Vorjahr: 231) Mio. Euro aus. Die Commerzbank legt ihre Zahlen am 15. Mai vor.

Zielke versprach den Aktionären, nach einer jahrelangen Durststrecke wieder eine Gewinnsteigerung. "Und wir streben an, für das Geschäftsjahr 2018 wieder eine Dividende zu zahlen", bekräftigte er. Dafür habe die Bank im ersten Quartal bereits Geld zur Seite gelegt. Zuletzt hatte die Commerzbank für 2015 eine Dividende von 20 Cent je Aktie gezahlt - die bisher einzige Gewinnausschüttung seit der Finanzkrise. Auch für 2017 gehen die Anteilseigner leer aus, nachdem sich der Gewinn der Commerzbank im vergangenen Jahr von 279 auf 156 Mio. Euro fast halbiert hat.

Das Aktionärstreffen wurde letztmals von Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller geleitet. "Die vergangenen Jahrzehnte waren herausfordernd, die gesamte Bankenbranche hat Höhen und Tiefen erlebt", sagte Müller. "Deshalb freue ich mich zu meinem Abschied umso mehr, dass die Bank gut aufgestellt ist: mit gestärktem Eigenkapital, abgebauten Risiken und verbesserter Bilanz."

Der 73-jährige Müller hat die Commerzbank über Jahrzehnte geprägt. Angefangen hatte der gelernte Bankkaufmann 1966 in der Düsseldorfer Filiale. 1990 diente er sich in den Vorstand hoch, dem er 18 Jahre lang angehörte. Seit 2008 sitzt er dem Aufsichtsrat vor. Seine Nachfolge soll der ehemalige Risikovorstand Stefan Schmittmann antreten, den die Aktionäre auf der Hauptversammlung in das Kontrollgremium wählen sollen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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