Coface: Schwächeres Wachstum in China betrifft ganze Region

Wien - Das Wachstum in China bremst sich ein. Für 2015 erwartet Coface Zuwachsraten nicht über 6,7 Prozent und für 2016 um die 6,2 Prozent - fast die Hälfte im Vergleich zu 2006 und 2007 mit 13,4 Prozent. Vom Anpassungsprozess Chinas werden andere asiatische Länder verschieden betroffen sein, so der Kreditversicherer am Montag in einer Aussendung.

Demnach sind Hongkong und Singapur von den Problemen in China in zweifacher Hinsicht stark betroffen. Zunächst durch ihre Finanzmärkte, da die Börsen eng mit dem chinesischen Markt verbunden sind und somit die Banken eine nachlassende Kreditwürdigkeit chinesischer Unternehmen spüren. Weiters durch den Handel, da der Exportanteil nach China in riskanten Branchen sehr hoch ist - in Hongkong 74 Prozent des BIP, in Singapur 15 Prozent. Auch die Mongolei exportiert viel nach China und dürfte daher unter der momentanen Entwicklung leiden.

Für die Länder Thailand, Malaysia, Indonesien und Vietnam erwartet Coface nur eine moderate Betroffenheit. Der Anteil des Geschäfts mit hochriskanten Branchen betrifft weniger als 10 Prozent des jeweiligen BIP. Alles in allem würde ein zehnprozentiger Rückgang des Exports nach China das Wachstum der Länder nur um weniger als einen Prozentpunkt bremsen. Außerdem würden diese Länder angesichts der geringeren Wettbewerbsfähigkeit Chinas bei den Direktinvestitionen aus dem Ausland profitieren.

Anders sieht die Coface-Erwartung für Indien und die Philippinen aus: Da ihre Handelsbeziehungen mit China eher überschaubar seien, sei auch die Gefahr der finanziellen Ansteckung geringer. Diese Länder profitieren zudem von den gefallenen Rohstoffpreisen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

Newsticker

Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

Newsticker

Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

Newsticker

Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London