Coface-Prognose: Stahlpreise fallen um ein Fünftel

Wien (APA) - Der Verbrauch an Metallen legt weltweit zu, die Nachfrage ist aktuell die stärkste seit der Krise 2008, meint der Kreditversicherer Coface. Protektionismus und Zölle würden daran zumindest vorerst nichts ändern. Trotzdem sieht der Kreditversicherer schon heuer erste Wolken am Himmel und rechnet mit einer abnehmenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen.

"Zudem deuten alle Zeichen darauf hin, dass die Weltwirtschaft ihre Wachstumsspitze erreicht hat und die Metallpreise ab 2019 nach unten tendieren werden", schreibt Coface am Montag und erwartet bei den Preisen unterschiedliche Entwicklungen: "Während die Preise für Basismetalle steigen, werden die für Eisenmetalle wegen der anhaltenden Überproduktion sinken."

Preissteigerungen werde es kurzfristig bei Metallen geben, die für Batterien und Elektro-Komponenten verwendet werden. Ende 2019 soll Aluminium demnach um 2 Prozent teurer sein, auch die Preise für Kupfer (plus 2,4 Prozent), Nickel (plus 18 Prozent) und Zink (plus 14 Prozent) sollen steigen. Die Preise für Stahl hingegen werden laut Coface um ein Fünftel fallen. "Grund ist die anhaltende Überproduktion in China, da die Produzenten auch bei Preisrückgängen die Herstellung nicht wesentlich zurückfahren."

Problematisch schätzt der Kreditversicherer die Verschuldung in der Metallbranche ein - um die Kapazitäten ausweiten zu können, haben viele Unternehmen tief in die Tasche gegriffen. "Die Nettoverschuldungsquoten sind besonders in China sehr hoch, wo die Branche von den großen staatseigenen Unternehmen dominiert wird." Aber auch in den USA seien viele Unternehmen betroffen.

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