Coface erwartet heuer in Osteuropa deutlich weniger Insolvenzen

Wien - Der Kreditversicherer Coface ist zuversichtlich, dass die Zahl der Insolvenzen in Osteuropa heuer um sechs Prozent zurückgehen wird. 2014 habe bereits einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent gebracht, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das sei der verbesserten Konjunktur zu verdanken.

Wobei der Überblick über die ganze Region der Vielfalt nicht Rechnung trage. Slowenien und Ungarn verbuchten im Vorjahr starke Anstiege der Insolvenzen. "Obwohl Slowenien eine solide BIP-Wachstumsrate von 2,5 Prozent im Jahr 2014 präsentierte, haben sich für die Unternehmen keine sichtbaren Verbesserungen eingestellt", die Insolvenzen stiegen um 44,7 Prozent auf das höchste Niveau in der gesamten CEE-Region, schreibt Coface. In Ungarn führten unter anderem die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen zu einem Anstieg der Insolvenzen um 29,4 Prozent. In Serbien fielen die Insolvenzen hingegen um 43,8 Prozent, in Rumänien um 28 Prozent.

Auch wenn es in Summe einen Rückgang gegeben habe, gingen doch über 65.000 Firmen in Zentraleuropa pleite. Die bessere Inlandsnachfrage habe nicht gereicht, um die Insolvenzen auf ihr Vor-Krisen-Niveau zu bringen. Aber wenn die Wirtschaft wie vorhergesagt um 2,7 Prozent wächst, "sind wir überzeugt, dass sich der Abwärtstrend der Insolvenzen fortsetzt".

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück