Coca Cola will Eisteemarkt in Europa aufmischen

Wien/Zürich/Atlanta (APA) - Die Coca Cola Company (CCC) will den Markt für Eistee in Europa aufmischen: Neun Sorten der Produktlinie "Fuzetea" werden in Westeuropa, gleich 24 in Zentral- und Osteuropa eingeführt, wie bei einer Präsentation in Zürich bekannt gegeben wurde. Erstmals wird es Eistee aus dem Hause "Coke" auch in Österreich geben, und zwar in drei speziellen Geschmacksrichtungen.

Coca Cola hatte ja ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nestle für "Nestea", aus dem die Schweizer im März 2017 allerdings ausgestiegen sind. CCC verkauft aber bereits seit 2012 eigenen Eistee in mittlerweile 52 Ländern unter dem Namen "Fuzetea", bisher allerdings nicht in Österreich. Im Moment hat in der Alpenrepublik Rauch nach Branchenangaben bei Eistee einen Marktanteil von rund 50 Prozent.

"In Österreich sind wir zuversichtlich, dass wir mit Fuzetea rasch die Position von Nestea, der ja Ende 2017 vom Markt genommen wurde, einnehmen können", hofft Coca Cola Austria-Unternehmenssprecher Philipp Bodzenta. Nestea hatte laut Bodzenta zum Jahresende 9,4 Prozent wertmäßigen Anteil innerhalb des Eistee-Segments. In anderen Ländern hat sich "Fuzetea" mittlerweile zum jeweiligen Marktführer entwickelt: Brasilien (72 Prozent), Israel (62 Prozent), Mexiko (59 Prozent).

Nun wird "Fuzetea" in den Versionen Schwarztee mit Zitrone und Lemongrass, Pfirsich mit Hibiskus und Grüner Tee mit Kamille in die heimischen Regale kommen. Den höchsten Pro-Kopf-Konsum an Eistees aller Art haben in Europa die Schweizer mit 25 Litern. In Österreich wurden 2017 laut Nielsen knapp 86 Millionen Liter Eistee allein im Lebensmittelhandel verkauft, also rund zehn Liter pro Kopf.

Der Sektor "Tee" ist jedenfalls nach Unternehmensangaben die am stärksten wachsende Produktgruppe von Coca Cola weltweit. Eistee der CCC ist mittlerweile ein Milliarden-Dollar-Geschäft geworden. Einer der "traditionellen" Hauptkritikpunkte von Ernährungswissenschaftern auch an Eistees ist allerdings der teilweise enorme Zuckergehalt. CCC hat sich verpflichtet, den Zuckergehalt ihrer Produkte bis 2020 um weitere zehn Prozent zu senken (auf Basis 2015). Von 2000 bis 2015 war dem Unternehmen zufolge der Zuckergehalt in den Produkten bereits um zwölf Prozent reduziert worden. "Fuzetea" wird mit einer Mischung aus herkömmlichem Zucker, Fructose und dem Extrakt der Stevia-Pflanze gesüßt. Bodzenta: "Mehr als die Hälfte des gesamten Portfolios umfasst bereits kalorienfreie oder -reduzierte Getränke."

Einem weiteren Problem - dem wachsenden Kunststoffmüll der Getränkeflaschen - will man mit verstärktem Einsatz wiederverwertbarer Materialien begegnen: Bei "Fuzetea" beispielsweise seien Flasche und Verschlusskappe zu 100 Prozent recycelbar. Und der Tee-Extrakt stamme zur Gänze aus nachhaltig angebauten Pflanzen."Der Fokus liegt auf Innovation, Zuckerreduktion, kleineren Produkteinheiten und recycelbaren Behältnissen", unterstrich Brian Smith, CCC Group President Europe, Middle East and Africa, im APA-Gespräch.

Grundsätzlich will sich der Coke-Konzern in Richtung "Total Beverage Company" entwickeln, also Getränke für praktisch alle "Lebenslagen" und den gesamten Tagesablauf auf die Märkte bringen. "Die Kategorie der Eistees ist da ein wichtiges und auch schnell wachsendes Segment", so Bodzenta.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker