Chipdesigner ARM trotzt nachlassendem Smartphone-Wachstum

Der britische Chipdesigner ARM trotzt dem nachlassenden Smartphone-Wachstum weiter mit seinen teureren Hochleistungschips. Der Umsatz des Unternehmens kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 276 Mio. britische Pfund (350 Mio. Euro), wie der Konzern am Mittwoch in Cambridge mitteilte.

Dazu trug auch das im Jahresvergleich etwas schwächere britische Pfund bei - den weitaus größten Teil seiner Rechnungen stellt das Unternehmen in Dollar aus. Insbesondere mit neuen Lizenzen und den höherwertigen Chips habe das Unternehmen gut abgeschnitten, hieß es. Der Erlös fiel etwas besser aus als von Analysten geschätzt.
ARM entwirft Designs für Halbleiter, deren Baupläne Kunden lizenzieren können - ARM verdient dann über Lizenz- und Nutzungsgebühren an den verkauften Chips der Hersteller mit. Im ersten Quartal seien 4,1 Milliarden Chips ausgeliefert worden, die auf ARM-Architektur basieren, das waren um 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Chips stecken unter anderem in den Smartphone-Verkaufsschlagern von Apple und Samsung.
Unter dem Strich verdiente ARM mit 91,5 Mio. Pfund um knapp 8 Prozent mehr. Die Kosten waren noch deutlicher als der Umsatz gestiegen, vor allem steckte ARM über mehr Mitarbeiter und Lohnerhöhungen zusätzliches Geld in Forschung und Entwicklung.
Beim Ausblick bleiben die Briten vorsichtig: Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibe bestehen und könne Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen belasten. Bei den eigenen Umsatzerwartungen sieht sich das Unternehmen weiter auf einer Linie mit den Analysten - diese kalkulieren aufs Jahr gesehen mit einem Umsatzplus auf Dollarbasis von knapp 10 Prozent auf 1,62 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro).

Berlin (APA/AFP) - Mehr als tausend Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin sowie Unterstützer haben am Mittwoch in der Hauptstadt für den Erhalt der Jobs bei der Airline demonstriert. Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sprach am Nachmittag von rund 1.300 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, das habe die Erwartungen der Gewerkschaft "bei weitem übertroffen".
 

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Air-Berlin-Beschäftigte demonstrieren für Erhalt ihrer Arbeitsplätze

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Großbanken in der Eurozone sollen maximal vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Erstmals würden verpflichtende Ziele für die Mehrheit der größten und komplexesten Finanzkonzerne in der Eurozone gesetzt, erklärte der Systemrisikorat (SRB), der in der Eurozone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, am Mittwoch.
 

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EU gibt Banken vier Jahre für Aufbau von Krisen-Puffer

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - In der "Cum-Cum"-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des deutschen Finanzministeriums und der Finanzaufsicht BaFin auf eine Anfrage der Grünen heißt.
 

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Deutsche Banken stellen wegen Steuertricks halbe Milliarde zurück