Chinesisches Start-up kauft Segway

Peking - Der Hype um die Segway-Roller ist in Europa verflogen. Aber in Asien soll die Firma durchstarten. Ein chinesisches Start-up begann mit Klonen der Segway-Roller. Jetzt kauft die Firma ihr US-Vorbild.

Der US-Rollerhersteller Segway ist von dem chinesischen Start-up-Unternehmen Ninebot gekauft worden. "Wir haben uns viel von Segway abgeschaut. Jetzt gehört uns das Unternehmen", sagte Ninebot-Chef Gao Lufeng am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Peking. Segway-Präsident Rod Keller wurde per Video aus den USA zugeschaltet und begrüßte den Deal: "Zusammen können wir die Entwicklung von Produkten vorantreiben und neue Märkte erobern." Der Kaufpreis für Segway wurde nicht genannt.

Gao machte keinen Hehl daraus, dass sich sein Unternehmen bei der Entwicklung seiner Stehroller stark am Marktführer Segway orientiert. "Segway ist ein Vorbild", betonte Gao. 2012 hatte er Ninebot zusammen mit seinem Studienkollegen Wang Ye gegründet. Die Firma ist im Steuerparadies Cayman Islands registriert, aber hat ihren Hauptsitz in der chinesischen Hauptstadt Peking.

Nach der Übernahme wird Segway zu einem Tochterunternehmen von Ninebot. Die Marken Segway und Ninebot sollen weiter bestehen bleiben, kündigte Gao an. Hinter der Übernahme stehen reichte Unterstützer in China. Das aufstrebende Technologieunternehmen Xiaomi gehört zu den Geldgebern. Insgesamt konnte sich Ninebot Investitionen in Höhe von 80 Mio. US-Dollar (75,7 Mio. Euro) von Xiaomi, Sequoia Capital und der Shunwei-Stiftung einsammeln, wie Gao am Mittwoch bekanntgab.

Xiaomi-Chef Lei Jun wertete die Übernahme als Meilenstein: "Wir Chinesen können auf den Deal stolz sein." Er hätte noch vor einigen Monaten nicht gedacht, dass ein chinesisches Start-up einen Weltmarktführer übernehmen könnte. "Aber die Zeiten ändern sich. Chinas Technologie-Firmen sind wahnsinnig dynamisch", sagte Lei Jun.

Segway war mit viel Vorschusslorbeeren 2001 als revolutionäres Gefährt gestartet. Aber nach dem Hype wurde es stiller um die Firma mit Hauptsitz in Bedford, New Hampshire. Ninebot übernahm Segway von Summit Strategic Investments, die die Firma 2013 gekauft hatte. Das Verhältnis zwischen Ninebot und Segway ist nicht einfach. Erst vergangenes Jahr hatte sich Segway öffentlich über Ninebot beschwert und dem chinesischen Konkurrenten Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen