Chinesischer Fosun-Konzern übernimmt Luxus-Modehaus Lanvin

Paris (APA/dpa) - Der chinesische Mischkonzern Fosun übernimmt die Mehrheit am traditionsreichen französischen Modehaus Lanvin. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag mit. Das Luxuslabel Lanvin, das seit 2001 mehrheitlich einer Geschäftsfrau aus Taiwan gehörte, steckte zuletzt in Turbulenzen und hatte innerhalb von zwei Jahren zweimal seinen Kreativchef ausgewechselt.

Fosun könne Lanvin mit seinen weltweiten Ressourcen und Fähigkeiten Mehrwert bringen, erklärte die Chefin der Konzern-Mode-Sparte, Joann Cheng. Dabei verwies sie auch darauf, dass China einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Luxusmarktes werde. Die Fosun-Managerin versicherte, der Positionierung von Lanvin im oberen Luxussegment und der "außergewöhnlichen Qualität der in Frankreich und Italien hergestellten Produkte" verpflichtet zu bleiben.

Lanvin wurde 1889 von Jeanne Lanvin gegründet und ist nach eigenen Angaben die älteste noch bestehende Couture-Marke Frankreichs. Die bisherigen Eigentümer bleiben mit einem Minderheitsanteil an Bord. Was Fosun für die Mehrheit an Lanvin zahlt, wurde nicht mitgeteilt.

Nach den jüngsten öffentlich verfügbaren Zahlen war der Umsatz des Modehauses 2016 um 22,5 Prozent auf 162,7 Mio. Euro gefallen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 18,3 Mio. Euro. Die aktuelle Finanzlage des Unternehmens ist nicht bekannt.

Das israelische Star-Designer Alber Elbaz hatte Lanvin 2015 nach 14 Jahren überraschend verlassen, für seine Nachfolgerin Bouchra Jarrar war schon nach zwei Kollektionen Schluss. Aktueller Kreativchef ist Olivier Lapidus, der im September bei den Modeschauen in Paris seine Debüt-Show für Lanvin hatte.

Wien (APA) - Die Reform der Staatsholding ÖBIB, die per 1. Jänner 2019 zur ÖBAG werden soll, hat am Mittwoch den Ministerrat passiert. Die ÖBAG wird nicht nur die Staatsanteile an OMV, Telekom, Post und Casinos verwalten. Dazu kommt noch die BIG. Zudem übernimmt die ÖBAG die Verwaltung der Anteilsrechte des Bundes am Verbund, dessen Anteile de jure aber beim Finanzministerium bleiben. Von der AK kommt Kritik.
 

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ÖBIB wird zu ÖBAG: Gesetz passierte Ministerrat - AK-Kritik

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Deutsche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern einer Studie zufolge vergleichsweise selten Aktienbeteiligungen an. "Unser Ziel ist es, Mitarbeiteraktien aus dem Nischendasein, das sie in Deutschland führen, herauszuholen", sagte die Chefin des Deutschen Aktieninstituts (DAI), Christine Bortenlänger, am Mittwoch in Frankfurt. Es sei eine bessere Förderung notwendig.
 

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Mitarbeiter-Aktien fristen "Nischendasein" in Deutschland - Studie

Wien (APA) - Die Wiener Marinomed Biotech AG, die sich gerade am Weg in den Prime Market der Wiener Börse befindet, hat die ehemalige SPÖ-Spitzenpolitikern und Siemens-Top-Managerin Brigitte Ederer neu in den Aufsichtsrat berufen.
 

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Brigitte Ederer zieht in den Aufsichtsrat der Marinomed Biotech ein