Chinesische Ratingagentur senkt US-Bonitätsnote nach Steuerreform

Peking (APA/Reuters) - Die chinesische Ratingagentur Dagong stuft die Kreditwürdigkeit der USA wegen der steigenden Staatsverschuldung herab. Die Bonitätsnote werde von A- auf BBB+ zurückgenommen, teilte Dagong am Dienstag in Peking mit. Der Ausblick wurde auf "negativ" gesetzt, weshalb mittelfristig eine weitere Herabstufung nicht ausgeschlossen ist.

Begründet wird der Schritt mit den "massiven Steuersenkungen" in den USA. Diese schwächten die Fähigkeit der Zentralregierung, ihre Schulden zurückzuzahlen.

US-Präsident Donald Trump hat im Dezember ein Paket von Steuersenkungen unterzeichnet, das die Schuldenlast von derzeit 20 Billionen Dollar (16 Bill. Euro) in den kommenden zehn Jahren um weitere 1,4 Billionen Dollar erhöhen dürfte. Die Ratingagenturen Fitch und Moody's bewerten die Kreditwürdigkeit der USA weiter mit der Höchstnote AAA, während S&P sie seit 2011 nur noch mit AA+ bewertet.

China ist einer der größten Gläubiger der USA und kauft regelmäßig in großem Stil US-Staatsanleihen auf. Das Land hält Fremdwährungsreserven im Wert von rund drei Billionen Dollar und hütet damit den größten Devisenschatz der Welt. Im Oktober entfielen allein 1,19 Billionen Dollar der von der Volksrepublik gehaltenen Anlagen auf US-Staatsanleihen. Die US-Botschaft in Peking war zunächst nicht für eine Reaktion auf die Herabstufung erreichbar.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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