Chinesische HNA-Fluggesellschaft peilt Börsengang an - Dokument

Peking/Hongkong (APA/Reuters) - Der hoch verschuldete chinesische Mischkonzern HNA will einem internen Dokument zufolge seine Fluggesellschaft Hong Kong Airlines an die Börse bringen. Vor der "kurz- bis mittelfristig" geplanten Börsennotierung klopft HNA bei Investoren an, um 350 Mio. Dollar (302,8 Mio. Euro) über die Ausgabe neuer Aktien einzusammeln, wie aus den von Reuters eingesehenen Unterlagen hervorgeht.

Damit würde die Airline vor dem Börsengang mit rund 1,6 Mrd. Dollar bewertet. Weitere 550 Mio. Dollar soll die Ausgabe von Anleihen bringen. Der Deutsche-Bank-Großaktionär HNA und die Fluglinie wollten sich nicht dazu äußern.

Das chinesische Konglomerat hatte bereits vor ein paar Jahren einen Börsengang der Airline angepeilt, konnte dann aber nicht rechtzeitig die angefragten Unterlagen der Börse in Hongkong liefern. HNA versucht sich angesichts eines riesigen Schuldenbergs neu aufzustellen. Weitere Zukäufe sollen künftig unter anderem über einen Fonds finanziert werden, der bis zum Jahresende 1,5 Mrd. Dollar einsammeln soll.

HNA hatte in den vergangenen Jahren für rund 50 Mrd. Dollar in aller Welt Beteiligungen und Immobilien erworben. Zuletzt hatte die HNA-Führung die Gläubiger vor einem Liquiditätsengpass gewarnt und damit begonnen, sich von einem Teil der Investments zu trennen, um wieder an flüssige Mittel zu kommen. Doch der geplante milliardenschwere Börsengang des Schweizer Bordverpflegungs-Unternehmens Gategroup platzte und die milliardenschwere Emission des Flugzeugabfertigers Swissport wurde auf Eis gelegt. Die Beteiligung an der Deutschen Bank, die der chinesische Mischkonzern über die Wiener Fondsgesellschaft C-Quadrat hält, wurde auf 7,9 Prozent heruntergeschraubt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte