Chinesische Hisense sicherte sich bereits rund 60 Prozent an Gorenje

Ljubljana (APA) - Der chinesische Elektronikkonzern Hisense hat sich im laufenden Übernahmeangebot für den slowenischen Haushaltsgerätehersteller Gorenje laut Medienberichten bereits mehr als 60 Prozent der Anteile an dem börsennotierten Unternehmen gesichert. Darüber hinaus kann die chinesische Gruppe auch mit dem Anteil des größten Gorenje-Aktionär, des staatlichen Pensionsfonds KAD rechnen.

KAD hat Berichten zufolge beschlossen, seinen Anteil von 16,4 Prozent zu verkaufen, obwohl es ursprünglich hieß, dass dies wegen rechtlicher Hindernisse nicht möglich sei. In der Strategie für die Verwaltung des Staatsvermögens ist die staatliche Gorenje-Beteiligung nämlich nicht zum Verkauf vorgesehen ist. Daher ging man davon aus, dass KAD seinen Anteil nicht loswerden kann.

Der Pensionsfonds hat allerdings vor der Verkaufsentscheidung rechtliche Expertisen eingeholt, wonach er die Beteiligung doch verkaufen darf, berichtete die Tageszeitung "Delo". Aus dem Finanzministerium hieß es bezüglich des Dilemmas, dass die Strategie lediglich ein politisches Dokument sei und dass die Aufgabe von KAD die Maximierung des Werts für seinen Eigentümer, also den Staat, sei. Bei dem Übernahmepreis von 12 Euro pro Aktie wird KAD für seinen Anteil 48 Mio. Euro kassieren. Würde er seinen Anteil behalten, hätte der Fonds keinen wesentlichen Einfluss im Unternehmen.

Die Hisense-Gruppe, die das Übernahmeangebot für Gorenje Ende Mai veröffentlicht hat, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits knapp 33 Prozent in ihrem Besitz. Bisher nahm ihr Angebot u.a. die Weltbanktochter IFC (International Finance Corporation), mit 11,8 Prozent zweitgrößter Aktionär von Gorenje, an. Auch Panasonic mit 10,74 Prozent der drittgrößte Aktionär, verkaufte seinen Anteil. Panasonic, der 2013 als strategischer Partner bei Gorenje eingestiegen war, hatte sich Ende 2016 gegen eine Übernahme entschieden. Das Übernahmeangebot läuft bis 26. Juni.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

Newsticker

Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

Newsticker

EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

Newsticker

AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver